Samstag, 22. Juli 2017

{Rezension} "Wenn gestern unser morgen wäre"














Titel: Wenn gestern unser morgen wäre
Autorin: Kristina Moninger
Verlag: Feuerwerke
Seiten: 298

Was wäre, wenn ich eine 2. Chance bekäme? Was würde ich ändern, was wiederholen?

Inhalt

Sarah hat innerhalb weniger Tage so ziemlich jeden Fehler begangen, den sie begehen konnte. Als sie inmitten dieses Chaos ausgerechnet Matt vors Auto läuft, ist plötzlich nichts wie zuvor. Die Uhren wurden zurückgedreht und all das, was in der Woche vor dem Unfall passiert ist, scheint ungeschehen. Sara hat nun die unbezahlbare Möglichkeit, die wichtigsten Tage ihres Lebens noch einmal neu zu erleben. Um endlich alles richtig zu machen. Aber irgendwie sind ihr Kopf und ihr Herz sich nicht ganz so einig darin, was eigentlich richtig und was falsch ist ...

Meine Meinung

Mein Dank gilt Kristina Moninger, dass ich dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt bekommen habe. (Ist das ein deutscher Satz? ... Ich denke schon ...)

Was würde ich ändern, wenn sich die Zeit auf magische Weise zurückdrehen würde?
Ich denke, diese Frage hat sich schon so ziemlich jeder gestellt. Immerhin läuft niemandes leben einwandfrei. Wir tun Dinge, deren Rückgängigmachung wir uns erhoffen. Leider jedoch ist niemandem die Kraft geschenkt, Handlungen umzukehren. 
Wenn die Zeit zurück gestellt würde, wäre mein erster Gedanke wahrscheinlich der, dass die Leute in meiner Umgebung mich verarschen wollen. Deren erste Handlung wäre wohl, mich in die Irrenanstalt einzuweisen ...

Auch wenn ich wirklich kein Fan von Pink- und Rosatönen bin, finde ich das Cover sehr schön, denn ist es in zarten und weichen Farben gehalten.
Sara wird 10 Tage in die Vergangenheit katapultiert, weshalb der Titel strenggenommen "Wenn gestern unser überüberüberüberüberüberüberübermorgen wäre" heißen müsste. Aber ... naja ... wahrscheinlich war nicht so viel Platz am Cover. 
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, weshalb ich das Buch innerhalb von zwei Tagen fertig gelesen habe. (Shame on me, dass es nicht nur ein Tag war ...) 
Zu Beginn wird das Ganze etwas durch den Schreibstil in die Länge gezogen, aber man kommt immer mehr hinein und die Story gewinnt auch an Geschwindigkeit.
Das Buch versendet einige kleine Signale, um zum Nachdenken anzuregen. Doch bei all diesen Botschaften bezieht die Autorin nicht Stellung, sondern die Charaktere wiegen die Pros und Kontras ab.
Etliche Fragen über das Leben werden einem an den Kopf geworfen. Man wird mit Überlegungen wie "Was ist im Leben wichtig, um wirklich glücklich zu sein?", "Wann kann man ohne schwerwiegende Folgen von den eigenen Zwängen loslassen und frei sein?" und "In welchen Situationen ist es passend, einfach das zu tun, was man will?" konfrontiert.
Dieses Buch umfasst nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern behandelt auch zwischenmenschliche Beziehungen und ebendiese Fragen über das Leben. 
Besonders wichtig ist auch, welche Fehler einen Sinn haben. Welche Fehler man wiederholen würde und auf welche man am besten nicht noch einmal macht wenn an eine zweite Chance bekommt. Wie nutzt man eine 2. Chance bestmöglich? Was lohnt sich zu ändern, um es nicht später zu bereuen? Aus welchen Fehlern kann ein Keim aus Besserem sprießen?
Kristina Moninger hat unaussprechlich tiefgehende Charaktere erschaffen. Alle Personen, die durch diese Geschichte wandern, sind vielseitig, einzigartig und sehr menschlich. Die meisten haben sofort Sympathie in mir geweckt. Mit ein paar Persönlichkeiten musste ich erst ein wenig warm werden. 
Sara durchläuft eine riesige Entwicklung. Am Anfang wirkt sie ziemlich spießig und ein wenig zickig. Sie kann ihre Maske der Perfektion nicht ablegen, weil sie so aus ihrer Komfortzone treten müsste. Sie hat Angst, mit ihrem wahren Ich nicht zu genügen.
Die Reise in die Vergangenheit liefert Sara wie auch einem als Leser viele wichtige Erkenntnisse und macht sie zu einer Person, in der man den Menschen zu Beginn des Buches nicht wiedererkennt. 
Besonders gut gefallen hat mir Saras Einstellung gegenüber dem Verliebtsein und dem Gefühl von Schmetterlingen im Bauch.

Fazit

Ein Roman, in dem nicht nur Liebe, sondern auch Fragen über das Leben und was man für das Glück braucht einen Platz finden.
4,5 von 5 Buchewigkeiten sind daher wirklich verdient.

Eure Ju

Donnerstag, 20. Juli 2017

{Rezension} "Chaos - The Brother Story"













Titel: Chaos - The Brother Story
Autor: Alec Xander
Verlag: Amazon Media
Seiten: 368

Chaos. Für die beiden Teenager ist es nicht nur irgendein Wort, es beschreibt ihr komplettes Leben.

Inhalt

Bastian wird in der Schule verachtet und von Gleichaltrigen gehasst. Für seine dominante Mutter ist der Schüler nichts weiter als eine unbezahlte Arbeitskraft und für viele andere Erwachsene, die in der Plattenbausiedlung leben, ist er ein bizarrer Junge.
Lucas hingegen ist ein draufgängerischer Typ mit großer Klappe. Aufgewachsen bei einer Pflegefamilie und abgeschoben in ein Heim, weiß er sich gekonnt zu wehren.
Die beiden Jugendlichen lernen einander kennen und lieben. Doch ihr Leben wäre kein Chaos, wenn sie nach all den Jahren der Einsamkeit endlich das Glück auf ihrer Seite hätten. Ein dunkles Geheimnis kommt ans Licht und die beiden erfahren, dass sie mehr als nur die Liebe miteinander verbindet.
Das Chaos nimmt seinen Lauf.

Meine Meinung

Danke an Alec Xander, dass ich dieses Buch zum Rezensieren zugeschickt bekommen habe.
Chaos. Ein Wort, das das Leben von Bastian und Lucas beschreibt. Bei mir trifft dieses Wort auf mein Zimmer zu. :P
Das Cover wirkt dank seiner Schlichtheit in diesem lachsfarbenen Ton und der einfach schwarzen Farbe anziehend.
Dieses Buch zeigt nur die schlechte Seite der Jugend. Oder überhaut von der Bevölkerung Deutschlands. Man hätte auch ein bisschen Positivität einbauen können und nicht alles so abwertend betrachten müssen. Vielleicht bin ich auch bloß zu gutgläubig und sehe nicht, dass es so extrem schlimm steht mit unserer Gesellschaft. Natürlich ist mir Mobbing und Ähnliches nicht unbekannt, aber wenn es so schlimm ist, dann bin ich wirklich blind.
Ich finde es gut, dass es eine Geschichte mehr über Homosexualität auf dem Markt gibt. Leider wird dieses Thema in den Schulen zu selten näher besprochen, weshalb viele diesbezüglich unaufgeklärt sind und Homophobie entwickeln.
Der Plot Twist wird durch den Titel ruiniert. Man wäre eher überrascht, wenn an "Chaos" nicht noch "The Bother Story" angehängt würde. Aber so kann man sich schon denken, dass rauskommt, dass Bastian und Lucas Geschwister sind. 
Für mich war das Lesen eher ein Kampf bis zum Schluss. Das Benutzen der "Assisprache" oder des sogenannten "Dönerdeutsch's" ist gut gemacht, aber für mich persönlich nichts. Ich bevorzuge es, der Sprache wenigstens ein bisschen Respekt entgegen zu bringen. Aber wie gesagt: Das ist mein Empfinden und so muss es nicht jedem gehen.
Für mich persönlich ist in dem Buch zu viel Gefühlsduselei. Emotionen sind ja schön und gut, aber mir wurde es hier einfach zu viel.
Was ich gut fand, war das offene Ende, auch wenn mir nicht gefallen hat, wie es zu Ende gegangen ist. Der Schluss kommt mir unglaubwürdig und äußerst übertrieben vor. 
Im Großen und Ganzen fehlen mir hier die Worte. Aber leider nicht im positiven Sinne. Ich weiß nicht ganz, was ich schreiben soll, um meine Meinung bezüglich der Handlung rüber zu bringen, aber nicht zu viel von dem Buch zu verraten. Denn egal, wie wenig es mir gefallen hat, ich spoilere nicht gerne.

Fazit

Leider hat es dieses Buch über Homosexualität nicht geschafft mich zu überzeugen.
Darum bekommt es 2 von 5 Buchewigkeiten von mir.

Eure Ju

{Rezension} "Millionaire's Rock - Sein geheimes Leben"














Titel: Millionaire's Rock - Sein geheimes Leben
Autorin: Karin Koenicke
Verlag: Amazon Media
Seiten: 262

Inhalt

Scott Kerrington hat mächtigen Ärger am Hals. Der Deal, mit dem er seinen Konzern retten will, steht vorm Platzen und der Aufsichtsrat droht mit Konsequenzen. Um Druck abzulassen nimmt Scott sich gern eine Frau mit ins Schlafzimmer oder eine Gitarre zur Hand - nach fünf Whiskys ausnahmsweise auf der Bühne einer Bar. 
Journalistin Allyson hasst drei Dinge: Lakrizebonbons, die Firma des arroganten Scott Kerrington und neuerdings die Boston New Gazette, denn dort hat man ihr gekündigt. Ihre einzige Chance wäre, eine Knallerstory aufzutreiben. Doch wo findet man die? Der Auftritt einer Rockband in Jimmy's Musicbar lässt sie eine äußerst heiße Fährte aufnehmen ...


Meine Meinung

Mein überaus großer Dank gilt Karin Koenicke, die mir dieses Buch zum Lesen zur Verfügung gestellt hat.
Durch Karin Koenickes Schreibstil kann man die Musik förmlich spüren, die Scott mit der Band Evil Medicine spielt. Die Liebe zur Musik von der Autorin ist nicht zu übersehen und auch in meinem Kopf hat immer der Beat der Gitarre pulsiert während des Lesens.
Immer abwechselnd wird die Geschichte aus der Sicht von Allyson und Scott erzählt, wodurch einem der Blick in die Gefühls- und Gedankenwelt beider ermöglicht wird. 
Koenicke benötigt nur wenige Worte, um einen vollkommen für das Buch zu begeistern. Den Sog des Schreibstil habe ich auch schon bei ihrem Buch "Sweet Surprise" erlebt. Man kann das Buch nicht aus der Hand legen und nach dem Lesen ist es einem unmöglich zu realisieren, dass man fertig ist. Nicht anders zu vermuten ist Karin Koenicke ein wunderbarer Aufbau der Spannung und der Handlung gelungen.
Das Aufeinandertreffen von Allyson und Scott, die aus so unterschiedlichen Welten stammen, ist super gemeistert und konnte mich wirklich begeistern.
Scott springt bei der Band Evil Medicine als Gitarrist ein, da der eigentliche Musiker wegen Drogenproblemen verhindert ist. Blöd nur, dass Allyson hinter sein Geheimnis kommt und dies ausnutzen will. Für Allyson ist Scott der Grund des Schlaganfalles ihrer Mutter, da diese bestimme pharmazeutische Mittel seines Konzernes nicht vertragen hat. Darum will sie das Wissen über seine geheime, kurzzeitige Identität ausnutzen und für einen Artikel verwenden, um ihrer Kariere bei dem Sprung nach oben zu helfen und Scott einen Strich durch die Rechnung zu machen. Sie gibt sich kurzerhand als das Groupie Gina aus und steigt mit ihm ins Bett, damit sie Fotomaterial als Beweis sammeln kann. Scott aber sieht mehr in ihr als nur das Groupie, immerhin weiß er nicht, welche Ziele Allyson in Wirklichkeit verfolgt ...
Wie von Karin Koenicke nicht anders zu erwarten hat sie zwei sehr menschliche und eigene Protagonisten erschaffen. Auch wenn sie oft grundverschieden wirken, weisen sie auch ein paar Parallelen auf. Beide wirken zum Beispiel oberflächlich betrachtet überaus rücksichtslos. Scott, wenn es um seine Arbeit im Konzern geht und Allyson bei dem Recherchieren über ihren Artikel.

Fazit

Nach "Sweet Surprise" konnte mich auch dieser Roman von Karin Koenicke in den Bann ziehen und mit einem tollen Spannungsaufbau bis zum Ende festhalten.
Ich vergebe 4, 5 von 5 Buchewigkeiten.

Eure Ju

Samstag, 15. Juli 2017

{Rezension} "Ein neuer Anfang"














Titel: Ein neuer Anfang
Autor: Brenda Kennedy
Verlag: Translantic Verlag
Seiten: 209

Teil eins der Starting-Over Trilogie.

Inhalt

Durch das Erbe ihrer Tante erhält Angela Perez in Florida die Chance auf einen bitter nötigen Neuanfang. Sie zieht in das kleine Cottage am Siesta Key Beach und beginnt ihren neuen Lebensabschnitt, fernab von ihrer düsteren Vergangenheit und ihrem gewalttätigen Ex-Freund. In ihren beiden Arbeitskolleginnen Brea und Sara findet sie schnell Freundinnen. Die beiden arrangieren für sie ein Blind Date mit dem gut aussehenden Dr. Mason Myles, der seit dem Vertrauensbruch in seiner letzten Beziehung all seine Energie in die Arbeit im Krankenhaus steckt. Als sich eine neue Liebe zwischen den beiden anzubahnen scheint, merken sie jedoch schnell, dass sie ihre eigene Vergangenheit nicht so einfach hinter sich lassen können. Ein Kampf um die Liebe beginnt. 

Meine Meinung

Ein Danke an Lovely Books, wo ich dieses Buch gewonnen habe.
Das Cover harmoniert farblich ziemlich gut, aber ich bin leider kein großer Fan, wenn Menschen darauf abgebildet sind. Das bremst meine Vorstellungskraft.
Die Grundidee dieses Buches bietet sicher jede Menge Ideen und eine gute und recht solide Grundlage, aber an der wirksamen Umsetzung und dem gewinnenden Ausbau fehlt es hier. 
Alle Konversationen und der sonstige Text kommen mir vor wie leere, aneinandergereihte Phrasen. Diese Geschichte wäre an sich sehr emotional und bewegend, aber leider kommen die Emotionen nicht gut rüber. Auch der Schreibstil im Generellen konnte mich nicht wirklich für sich gewinnen. Ich musste mich teilweise ziemlich durch das Buch kämpfen. Es gibt jede Menge Wortwiederholungen, die das flüssige Lesen unfassbar erschweren. Das Wort Gebrauchsanweisung trifft für mich diesen Roman sehr gut. 
Der Fokus des Lesers wird sehr auf unwichtige Sachen gelegt. Das hat das Lesen für mich auch nicht wirklich erleichtert. Der Neuanfang von Angela und der Grund dafür hätte mehr in den Vordergrund gestellt werden können und sollen. Stattdessen wurden einem stellenweise zum Beispiel Zimmer und ihre Einrichtung ausführlichst näher gebracht. Das erhöht den Langeweile-Faktor unglaublich. 
Außerdem fehlt es oft nach oder vor Anführungszeichen an Leerzeichen, was zumindest für mich ziemlich nervtötend war.
Eine positive Eigenschaft des Buches ist der Sichtwechsel von Angela und Mason. So wird einem ein Blick in die Gefühlswelt nicht nur einer Person gewährt. Wobei, wie schon erwähnt, diese Gefühlswelt nicht gut ausgebaut ist und mich an eine einsame Insel abgeschottet von anderem Leben, umgeben von eisigem Wasser erinnert hat.
Mason ist extrem überfürsorglich, was nach der Zeit überaus anstrengend ist. Jedes Mal erinnert er Angela daran, sich im Auto anzuschnallen oder die Haustür zuzusperren, etc.. Mir persönlich liegt Sorgfalt auch am Herzen, aber mir wurde das eindeutig zu viel! 
Die Welt von Masons Freunden scheint ziemlich Friede-Freude-Eierkuchen. Es wirkt, als hätte nur Angela eine überaus unangenehmen Vergangenheit und als könne das Leben der anderen gar nicht besser laufen. Dieser Eindruck kann auch daher kommen, dass auf das Leben der Freunde nicht näher eingegangen wird.
Der gut gelungene Kliffhanger macht sehr gespannt auf den folgenden Band, obwohl ich nicht sicher bin, ob ich diesen lesen werde, da mich schon dieser Teil nicht überzeugen konnte.

Fazit

Leider konnten mich der Schreibstil und die Umsetzung der eigentlich guten Grundidee nicht für das Buch gewinnen, weshalb ich sehr wahrscheinlich auch nicht die Folgebände lesen werde.
Von mir gibt es mickrige 2 von 5 Buchewigkeiten.

Eure Ju

Freitag, 14. Juli 2017

{Das Wort zum Sonntag} Märchen


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Es ist zwar schon Freitag, aber ich habe mich trotzdem dazu entschlossen bei dem Wort zum Sonntag von Gedanken-Vielfalt mitzumachen. In dieser Rubrik kann jeder seinen Senf zu einem Thema abgeben und das mache ich liebend gerne. :P
Außerdem ist es immer interessant sich mit verschiedenen Themen auseinanderzusetzen und auch die Meinung anderer kennen zu lernen. 

Als ich noch jünger war, habe ich Märchen über alles geliebt (tue ich auch heute noch) und wenn ich so zurückschaue, sind diese wohl der Grund für meine Liebe zu Büchern.
Märchenbücher sind, glaube ich, die einzigen Bücher, die ich mehr als einmal gelesen habe.
Des Nachts, um in einen tiefen Schlaf zu fallen, habe ich Märchen-Hörbüchern gelauscht und ich kann bis jetzt noch alle halbwegs auswendig.
Ich habe es geliebt, im Fernsehen die Sonntagsmärchen oder auch "SimsalaGrimm" anzuschauen und genieße es auch noch heute.
Der Meinung, dass Märchen Kindergeschichten sind, kann nicht keinesfalls zustimmen. Märchen haben zu Beginn vielmehr der Unterhaltung von Erwachsenen gedient als der von Kindern. Einer der Dichterfreunde der Grimms hat darauf hingewiesen, dass diese Märchen nicht jugendfrei sind, wonach die beiden Brüder sie auch für jüngere Leser lesbar gemacht haben. So stellten sie die Erotik und Liebe in den Hintergrund und machten hauptsächlich Freundschaftsgeschichten daraus. Dadurch entstehen etwas unverständliche Szenerien. Rapunzel zum Beispiel bekommt am Schluss Zwillinge, wobei in der ganzen Geschichte nicht ausgeführt wird, wie sie geschwängert wird. Bei der ersten Auflage dieses Märchens werden die heißen Nächte in dem Turm mehr ausgeführt.
Meine erste Assoziation mit dem Wort Märchen sind die Brüder Grimm, obwohl ich auch Andersens oder Kästners Märchen gerne gelesen habe. 
Ich finde es oft sehr schade, das den meisten nur Märchen wie Rotkäppchen, Aschenputtel oder Dornröschen bekannt sind. Aber die Welt der Märchen zieht sich viel weiter. 
Jedes einzelne Märchen lehrt einen auf seine eigene Weise etwas. In jedes einzelne Märchen kann man verschiedene Dinge hineininterpretieren, zumindest meiner Meinung nach.
Mir fällt es unglaublich schwer mein Lieblingsmärchen zu benennen, denn verbinde ich jede einzelne Geschichte mit etwas anderem, wodurch mir das nicht leicht fällt.

Hier noch ein paar Fakten zu dem Thema "Märchen", um mit meinem Wissen aus dem Internet angeben zu können:

-Das Wort Märchen leitet sich von dem mittelhochdeutschen Wort maere ab, das so viel  bedeutet wie Kunde, Bericht oder Nachricht. 
 Märchen sind Prosatexte und in der Lyrik unterscheidet man zwischen Volks- und  Kunstmärchen. 
 > Kunstmärchen: von einem namentlich bekannter Autor erfunden
 > Volksmärchen: vorerst über lange Zeit hinweg mündlich überliefert, sodass sich kein                                     Urheber herausfinden lässt
-In Märchen herrscht eine Raum- und Zeitlosigkeit, die in Sagen, Legenden oder Fabeln  nicht zu finden ist.
-Natur- und Kausalgesetze werden in Märchen durch sprechende Tiere oder das Auftreten  von Fabeltieren aufgehoben.
-Die Handlung verfolgt immer den gleichen Verlauf von dem Helden der auszieht, plötzlich  einem Problem in die Augen blicken muss oder sich einer Schwierigkeit gegenüber sieht  und dieses lösen muss.
-Die Handlungen werden meist von typisierten, namenlosen Personen wie dem König oder  der Hexe durchgeführt. Manchmal bekommen die Menschen auch Allerweltsnamen wie  Hans oder Gretel oder sie haben sogenannte "sprechende" Namen, die ihr inneres Wesen  charakterisieren. 

Wie steht es bei euch so mit der Märchenwelt? 
Was sind eure Lieblingsmärchen?
Was verbindet ihr mit verschiedenen Märchen?
Welches Wissen besitzt ihr über diese Prosatexte?

Liebe Grüße, eure Ju

Samstag, 8. Juli 2017

{Rezension} "Tabu"














Titel: Tabu
Autor: Valentin Zahrnt
Verlag: Selfpublisher
Seiten: 259

Inhalt

Weiße Sandstrände, unberührte Wildnis, zerklüftete Vulkanmassen inmitten des Pazifiks. Doch eine Insel in dem polynesischen Paradies ist vom Militär gesperrt, von den Einheimischen verflucht. Sie ist unvergleichlich schön. Und sie birgt ein tödliches Geheimnis.
Aller Warnungen zum Trotz landet eine bunt zusammengewürfelte Crew an ihrer Küste. Dennis, ein deutscher Geschichtsstudent. Der Chilene Raul, der aus seiner früheren Existenz ausgebrochen ist. Die New-Yorker Event-Managerin Martha, im unterdrückten Konflikt mit ihrer erschlossenen Tochter Liz. Keala, eine junge Polynesierin, deren Vorfahren von der Insel evakuiert wurden. Und Gary, abgehalfterter Greenpeace-Aktivist und Kapitän des Katamaran.

Meine Meinung

Einen herzlichen Dank an Valentin Zahrnt, dass ich dieses Buch zur Verfügung gestellt bekommen habe!
Schon einmal ein Blickfang ist das Cover. Es ist in einem pergametfarbenen Ton gehalten und verleiht dem Buch dadurch, und durch die Palmen, etwas Geheimnisumwittertes.
Auch der Titel lässt einen sogleich aufhorchen.Tabu. Am präsentesten ist das Tabu, die Insel zu betreten. Aber für mich war es, als würden sich auch andere Tabus über das Buch hin verteilen. 
Sympathie für die Charaktere wurde bei mir oft von Antipathie abgelöst oder auch von Unsicherheit, ob ich diese Person mögen soll, oder nicht. Ob dieser Charakter nicht doch bloß ein falsches Spiel spielt oder ich ihn einfach irrtümlicher Dinge bezichtige. Es hat lange gedauert, bis ich ein endgültiges Urteil den Sechsen gegenüber gefällt habe und auch dieses wurde hin und wieder von Bedenken gestreut. Dadurch wurde ich auf Trapp gehalten und habe die Schritte jeder einzelnen Person so gut wie möglich verfolgt.
Wie viele bleiben am Ende über? Wer stirbt von den sechs Abenteurern? Wer muss dem Tod als Erstes entgegenblicken? Denn, sind wir einmal ehrlich, in einem Buch dieser Art stirbt doch immer irgendjemand. Alleine auf einer Insel weit weg ohne Hilfe in der Nähe, die Psyche, die mit einem durchgeht ... Da fällt meistens jemandem dem Tod zum Opfer.
Die Sechs verändern sich sehr im Laufe der Geschichte. Am Ende ist niemand mehr so, wie bei dem Betreten der Insel. Ist es möglich, dass Motu Hope sie wandelt? Oder geht hier die Fantasie mit dem grundverschiedenen Trupp durch? Kann eine Insel Einfluss auf das Wesen eines Menschen haben? Oder ist lediglich die Tatsache der Hilflosigkeit ein Grund der Verwandlung? Neben der Frage, was genau Motu Hope birgt und warum es tabu ist, sind diese Fragen die gegenwärtigsten. Nicht nur die sechs verschiedenen Urlauber werden von diesen Fragen geplagt, sonder man selbst als Leser auch.
Durch die bildhaften Beschreibungen war es, als wäre ich selbst auf der Insel mit den
Sechsen. Der Schreibstil hat mich flüssig durch das Buch getragen und meine Imagination geweckt.
Das Ende war trotz ein paar Vermutungen überaus überraschend und hat gemischte Gefühle bei mir geweckt. Einerseits gab es eine Szene, die mich fast zu Tränen gerührt hat. Diese wurde von Abscheu, Hass und Rachsucht abgelöst. Und auch Erleichterung und ein bisschen Freude waren vorhanden. 
Auch wenn das Buch im Ganzen sehr real und natürlich ist, hat es etwas mystisches an sich. Auch am Schluss des Buches kommt man nicht ganz hinter das Geheimnis von Motu Hope. Somit bleibt ein Rätsel, das die Fantasie des Lesers auch nach dem Fertiglesen um sich selbst kreisen lässt. 

Fazit

Es lohnt sich wirklich diese Reise nach Motu Hope zu wagen und sich vom sommerlich magischen Flair umgeben zu lassen. 
Von mir gibt es daher 5 von 5 Buchewigkeiten.

Eure Ju

Montag, 26. Juni 2017

{Review} "Ink"














Title: Ink (Skin Book #1)
Author: Alice Broadway
Publisher: Scholastic Press
Pages: 390

There are no secrets in Saintstone...

Description

Forget books on paper. In Leora's world, there's only one place to tell a person's story: their skin. Every action. Every deed. Every success and every failure - tattooed on your body forever. Let's hope you have a good story to tell. But what about when you die? Well - that's still not the end of the story. Your tattoo get removed and made into a Skin Book: a record of your life. So, when Leora's father dies, she wants to honour him like this. Except that something is very wrong. His ink has been edited; his book isn't complete. Who has done this - and why? Did she ever really know him at all?

My opinion

I thought about writing this review in german or english. But because it is an english book I decided that I have to write an english review.
At first the cover: It's awesome! I am not a big fan of shiny and gleaming books, but I think the bronze cast adds a plain touch. 
This book taught me many new English words, that also means I had to search in the internet for the translation of some words. But I think it is better if you learn something new instead of reading only things you already know.
I was gripped by the first second, suspense was guided me all the way through the book.
I was fettered with chains made of ink and words. 
Alice Broadway created a dystopian world, where all the significant moments in your life are your inked on your skin. All the achievements and defeats. This let people know who you are and that builds trust. Or maybe I only let them think, they know you. After you die, your family gets in the property of the book made of your skin that creates a way of living on. Sometimes it gives the family some consolation as well. But there are also people who don't want to tattoo all their experiences on their body, those are called Blanks. And because we humans always need an enemy image, the Blanks don't have an easy life.
This book shows, how much decisions and deeds can weight and that some of them can trammel you till death.
When I found out that there will be a second part, I hardly could breath, because I was so happy. I am really looking forward to the next book.

Conclusion

It's a really well-written dystopian book which shows how much deeds and choices can weigh.
I give it 5 out of 5 infinities of books

Yours Ju

{Review} "13 minutes"














Title: 13 minutes
Author: Sarah Pinborough
Publisher: Gollancz
Pages: 406

I was dead for 13 minutes now I want to know why.

Description

I don't remember how I ended up in the icy water but I do know this: it wasn't an accident.
They say, you should keep your friends close and your enemies closer, but sometimes it's hard to tell them apart. 
My friends love me. I know they do. 
But that doesn't mean they didn't try to kill me.

My opinion

There is written "Not suitable for younger readers" at the back of the book and I agree that younger readers should really follow this statement. It is all about sex, drugs and attempted murder - the bad side of the society of teenagers. It is a murder mystery which includes the behaviour of teenagers, social media and bullying.
The protagonist is Natasha who is found in the river and doesn't have any memory of what happened before she died for 13 minutes. But she is willing to figure out what happened the day she nearly died. Natasha starts to suspect her closest friends of pulling her into the icy water that evening and asks her ex best friend Becca to help her uncover the truth. 
It was thrilling every page. Every paragraph oozes with suspense, every sentence shocked and appalled me more and more, but it was in a kind which didn't let you stop reading but always kept going. I sat at the edge of my seat all the time because there were so many mind games I didn't know. Having read half of the book it seemed like the truth had come out and I kind of expected the twist, but it still surprised me.
The story is composed of diary entries by Natasha, excerpts of some consolations, parts are told in 3rd person, text messages, articles of the newspaper and notes of a policewoman.
The characters were authentic and so simon-pure. Sarah Pinborough cleverly created some teenage girls who depict the situation of growing up. With a few words, she reflects the modern life and contrasts who you are and who you pretend to be.
"Her reaction was so predictable. Everyone is so predictable."  
I really like this quotation because the bottom line is that this statement isn't unimportant. But I don't want to spoil
Natashas near-death or death-for-13-minutes is the beginning of more! Some strange things happen in the course of this story and there are some surprising twists and turns. The plot is awesome and the ending was just incredible and fantastic.

Conclusion

It's a gripping and shocking story about female friendship and the life of teens.
I give it 5 out of 5 infinities of books.

Yours Ju

Samstag, 24. Juni 2017

{Rezension} "Ally - Romanze in D-Dur"














Titel: Ally - Romanze in D-Dur
Autorin: Janey L. Adams
Verlag: Books on Demant
Seiten: 532

Inhalt

Was soll eine junge Frau machen, die auf den Richtigen wartet und sich in den Falschen verliebt?
Gut aussehend, von sich selbst überzeugt und beharrlich: Gabe, der Mann, der sich in das Leben der Kunststudentin Ally drängt. Der Mitbewohner ihrer besten Freundin raubt ihr den letzten Nerv.
Was bezweckt er mit seinen Avancen?
Er gibt ihr eine simple Antwort: Ich will dich in meinem Bett haben. Doch sie hat nicht auf den Richtigen gewartet, um ihre Prinzipien und Träume für einen One-Night-Stand wegzuwerfen. Wenn sie es nur schaffen könnte, ihn sich aus dem Kopf zu schlagen...

Meine Meinung

Zuerst einmal: Liebe Janey, ein herzliches Dankeschön dafür, dass ich dieses Buch lesen durfte! Die Lesestunden waren herrlich!
Bei diesem Cover muss man doch gleich zum Buch greifen, oder? Denn wer lässt sich nicht gerne von einem Sixpack hinreißen. 
Auch der Titel ist passend und wirft gleich die Frage auf, inwiefern diese Romanze etwas mit Musik zu tun hat. Kann es sein, dass Klänge noch eine größere Rolle spielen?
Dies ist kein 08/15 Roman, auch wenn der Klappentext ein wenig danach klingt. Hier endet es nicht nach 250 Seiten in denen die Protagonistin dem Bad-Boy schon nach kürzester Zeit nachgegeben hat. Ally wirft sich Gabe nicht nach 5 Seiten an den Hals, weil er ihr als gut aussehender Typ Avancen macht. Nein, sie wartet immer noch auf den Richtigen. Um ihm ja nicht das Gefühl zu vermitteln, an ihm interessiert zu sein, zeigt sie ihm bei jeder Gelegenheit, was sie von ihm hält. In seiner Gegenwart wird sie gleich ziemlich unangenehm und unfreundlich, ihre Schokoladenseite lernt er nicht unbedingt kennen.
Diese Geschichte ist keine dieser oberflächlichen Kitsch-Romane, die vor gekünstelter Liebe und falschen Problemen triefen. Sie kratzt nicht bloß ein bisschen an der Oberfläche, sondern geht in die Tiefe. Man kann erkennen, dass Janey L. Adams nicht der Typ dafür ist, banal und flach zu schreiben.
Ally konnte mich als Protagonistin vollends überzeugen, denn sind ihre Handlungen verständlich und ermöglichen somit, dass man sich mühelos in sie hineinversetzen kann.
Die etlichen machohaften Sprüche und das Gerede über ihn, von den unzähligen Frauen in seinem Bett, lassen Gabe wie einen vollkommenen Bad Boy wirken. Dieses Vorurteil ihm gegenüber erweist sich aber immer mehr als falsch, denn sein wahrer Kern ist so viel mehr, als der scheinbare Ladykiller.
Wie gesagt gibt sich die Autorin nicht mit Oberflächlichkeit ab. Im Laufe der Geschichte gräbt sie immer mehr in der Vergangenheit und dem Denken der Charaktere, sodass sie an Form gewinnen und einen eigenen Geist entwickeln.
Was mich an diesem Roman wirklich überzeugen konnte, war, dass er sehr realistisch ist. Da die Handlung auf angenehme Weise in die Länge gezogen wird, hat es etwas Wirklichkeitsnahes. Manchmal war es mir ein wenig zu echt, denn so habe ich mir eingebildet, dass Gabe echt ist ... Bis ich mir eingestehen musste, dass dem nicht so ist ... Warum müssen alle tollen Männer fiktiv sein?  Das soll mal einer verstehen!
In diesem Buch fehlt es an nichts. Nicht an traurigen Szenen. Nicht an witzigen Situationen, die einen zum Schmunzeln bringen. Nicht an sehr emotionalen Szenen. Auch nicht an Abschnitten, an denen man am liebsten Verstand in Ally hineinprügeln würde. (Ich hoffe, niemand bekommt ein brutales Bild von mir, ich bin nämlich die Unschuld in Person :P) Und natürlich fehlt es auch nicht an Sexszenen.
Wegen des überaus angenehmen und flüssigen Schreibstils habe ich das Buch innerhalb einer Nacht gelesen. Die Wortgewandtheit und der Abwechslungsreichtum der Wörter lässt nicht erwarten, dass es der Debütroman der Autorin ist.
Es ist die Maße beeindruckend, dass noch ein zweiter Teil folgen wird und darauf wahrscheinlich noch ein dritter. Bei Janey L. Adams habe ich auch nicht die Sorge, dass so eine lange Liebesgeschichte langweilig und langatmig werden könnte. Wenn ihr "Ally - Romaze in D-Dur" lest, werdet ihr mich verstehen.

Fazit

Eine beeindruckende Sammlung an hinreißenden Worten, die nicht darauf schließen lässt, dass es das Erstlingswerk der Autorin ist.
Dafür muss man einfach 5 von 5 Buchewigkeiten hergeben.

Eure Ju

Freitag, 23. Juni 2017

{Rezension} "Die Bestimmung des Bösen"














Titel: Die Bestimmung des Bösen
Autorin: Julia Corbin
Verlag: Diana
Seiten: 416

Die Biologie des Todes.

Inhalt

"Schließ die Augen und zähl bis hundert."
Dies sind die letzten Worte, die Alexis von ihrem Vater hört. Kurz darauf sind ihre Eltern tot, und das kleine Mädchen bleibt als Weise zurück, verfolgt von traumatischen Erinnerungen...

Meine Meinung

Zu aller erst muss ich mich bei Julia Corbin bedanken, dass ich dieses Buch zum Lesen bereit gestellt bekommen habe!
Die Protagonistin Alexis hat eine dunkle Vergangenheit. Am liebsten würde sie die vergangenen Geschehnisse in die dunkelste Ecke des Vergessens schicken, aber leider kann sie nichts dagegen tun, dass der aktuelle Fall diese Erlebnisse erneut hochkommen lässt. Ich konnte mich überaus gut in Alexis hineinversetzen. Ein Wort, das sie meiner Meinung nach prägt, ist Stärke. Alexis ist darauf bedacht, niemanden mit ihren Problemen zu belasten und kümmert sich selbst darum. Außerdem legt sie viel Wert auf Privatsphäre. Die Sorge, andere könnten sie verlassen, wenn sie etwas von ihrer Vergangenheit und ihrer Herkunft preisgibt ist sehr groß und plagt sie häufig. Julia Corbin hat Alexis wirklich Tiefe verliehen und somit auch dem Buch.
Inwiefern haben die toten Frauen etwas mit Alexis' Vergangenheit zu tun? Haben sie überhaupt etwas damit gemein, oder sind das bloß Hirngespinste von Alexis?
Dieses Buch hat all meine Überlegungen, mich beim FBI, CIA, Quanico, etc. anzumelden, zerstört. Durch immer neue Fragen, die auftauchen, oder falsche Spuren wird man an der Nase herum geführt. Man meint eine Antwort gefunden zu haben, nur, damit diese am Schluss zunichte gemacht wird. Man stellt die durchgeknalltesten Vermutungen an, verwirft sie, erstellt noch verrücktere. Man ist die ganze Zeit dabei, sich Gedanken zu machen und somit total bei der Sache.
Die ausführlichen, wissenschaftlichen Erklärungen bei den forensischen Untersuchungen lassen erkennen, dass Julia Corbin Biologie studiert hat und keine absolute Laiin auf diesem Gebiet ist, die so tut, als würde sie sich auskennen. Detailliert werden die Autopsien geschildert sowie auch die verschiedenen Käfer, Maden und Spinnen. In diesen Abteilen der Geschichte steht die Biologin Karen, Alexis' beste Freundin, im Vordergrund. Karen kommt mit ihrer Begeisterung für Ungeziefer und Krabbeltierchen mag etwas eigen rüberkommen, wenn man diese Faszination nicht teilt, aber diese Kuriosität macht sie für mich sympatisch. Ein Grund für die Sympathie Karen gegenüber könnte auch meine Liebe zu Spinnen sein, die für wenige verständlich ist. (Aber Spinnen sind bemerkenswert mit ihren acht Augen und Beinen und den bewundernswerten Netzen, die sie bilden.) 
Die kurzen Kapitel bewirken, dass es den Anschein hat, man lese schneller. Der Schreibstil generell lässt einen wie im Rausch durch das Buch gleiten. Schnelles Lesen verursacht auch der Spannungsbogen, welcher sich bis zum Ende hin immer mehr aufbaut.
Ich bin äußerst gespannt, welchen Fall Alexis mit ihrem Team im nächsten Teil zu behandeln hat.

Fazit

Ein Thriller, der einen mit genauer Schilderung der Biologie für sich gewinnt.
Daher vergebe ich 5 von 5 Buchewigkeiten.

Eure Ju

Montag, 12. Juni 2017

{Rezension} "Von Verwandlungen: Erzählungen"














Titel: Von Verwandlungen: Erzählungen
Autorin: Victoria Hohmann
Verlag: VHV
Seiten: 198

Inhalt

Ein Mann löst sich in den Überbleibseln seiner verronnenen Liebe auf, eine Frau schlafwandelt durch ihre Vergangenheit, um sich neu zu erfinden, Kinderaugen verändern politische Sichtweisen, Bildschirme befeuern überraschende Transformationen, Gleichschaltung zersetzt Leben - und mündet unverhofft in magischer Metamorphose.

Meine Meinung

Vorerst: Ein herzliches Dankeschön an Victoria Hohmann für die Bereitstellung dieses Buches und die wunderbaren Lesestunden.
Den Anblick des Covers habe ich sofort mit einem QR-Code assoziiert. Aber diese Verschlingungen erinnern auch sehr an einen Irrgarten.
Verwandlungen. Ein Wort, das weiter reicht, als man erfassen kann. Verwandlungen umgeben uns jeden Tag, jede Nacht. Verwandlungen in der Tierwelt. Von einer Raupe, die sich verpuppt und in einen Schmetterling verwandelt. Verwandlungen an uns. In der Pubertät. Von äußerlichen bis hin zu inneren Veränderungen. Verwandlungen, die nur in der Fantasie möglich sind. Gestaltenwandler, die sich in andere Figuren verwandeln. Verwandlung von Wirklichkeit zu Traum. Von Realität zu Fantasie. Verwandlung von gestern zu heute zu morgen. 
Zwischen manchen Verwandlungen lässt sich kein Strich ziehen. Manche verlaufen, sodass man vielleicht keinen klaren Unterschied erkennt. Manche Verwandlungen jedoch grenzen sich stark von einander ab, lassen offensichtlich Differenzierungen erkennen. Oder zumindest glauben wir, einen Strich ziehen zu können. Aber wo beginnt Traum wirklich und wo nimmt die Realität ihr Ende? Ist der Traum eine Art der Realität, oder umgekehrt? Gibt es überhaupt Realität? Gibt es überhaupt Traum? Oft glauben wir, etwas zu wissen und bei näherem Betrachten stellt es sich als falsch heraus. So ist es auch bei vielen Verwandlungen.
Ich liebe tiefgründige Geschichten. Texte, die zum Nachdenken anregen. Ein anderes Bewusstsein in einem schaffen. In diesen Erzählungen habe ich etwas gefunden, das man nicht mit Worten beschreiben, ohne einen Stempel mit der Aufschrift "kitschig" aufgedrückt zu bekommen. Diese sieben Erzählungen haben etwas in mir angesprochen. Ein Ich, das ich zuvor noch nicht kannte. Ein ich, dessen ich mir bis jetzt nicht klar war. Jede einzelne dieser Erzählungen konnte mich auf ihre eigene Art berühren. Mit einer Intensität an Wörtern, die man selten findet. Sie berühren mit Worten. Worten, die sich zu Bildern umformen. Die Emotionen und Gefühlen wiederspiegeln. Und hin und wieder vielleicht einen selbst darstellen. Diese Erzählungen können einen nicht kalt lassen. Auf immer eigene Weisen bringen sie einen zum Nachdenken. Wecken andere Gedanken, bei jedem einzelnen Leser. Es sind Momentaufnahmen, die auf ihre Art unter die Haut fahren.
Das Buch selbst verwandelt einen. Die Erzählungen, das, was sie vermitteln, verwandeln den Leser auf eine undefinierbare Art. 
Erzählungen waren vor diesem Buch Neuland für mich. Doch habe ich mich sofort verliebt in diese Art zu scheiben. Durch diese Erzählungen habe ich mich in einer Welt verloren, aus der ich so bald nicht mehr herausfinde.

Fazit

Ein sehr intensives Leseerlebnis, an das so schnell niemand herankommt. Erzählungen, die ein zuvor nicht dagewesenes Bewusstsein für Verwandlungen schaffen.
Darum vergebe ich 5 von 5 Buchewigkeiten. 

Eure Ju

Mittwoch, 7. Juni 2017

{Rezension} "Wo ist Jay"














Titel: Wo ist Jay
Autorin: Astrid Korten
Verlag: Amreko
Seiten: 344

Der Nachtfalter symbolisiert die verborgene Seite des Menschen. In der Nähe von Licht wird er selbstzerstörerisch und die dunkle Seite einer Persönlichkeit kommt zum Spielen heraus. 

Inhalt

Wer Freunde hat, sollte diesen spannenden Psychothriller unbedingt lesen...
Eine junge Frau wird im Aachener Stadtgarten ermordet aufgefunden. Nicht weit davon entfernt wohnt die Tierärztin Mia Becker mit ihrem Mann Leon und den Kindern Esther und Benny. Nach einem Girlfriend-Wochenende verschwindet Mias beste Freundin, die charmante, gut aussehende Jay de Winter, spurlos. Mia ist davon überzeugt, dass Jay ihre Familie nicht freiwillig verlassen hat, zumal die Tote Jay verblüffend ähnlich sieht. 
Wo ist Jay?
Außer Mia, fragt sich das niemand. Die Freunde benehmen sich seltsam und scheinen etwas zu verbergen. Auf der Suche nach Jay beginnt für Mia ein Alptraum. Sie wird in ein Netz aus Lügen und Intrigen verstrickt. Nichts ist, wie es scheint...

Meine Meinung

Ein Danke! an Astrid Korten, dass ich diesen wirklich packenden Psychothriller lesen durfte! 
Das Cover ist sehr geheimnisvoll und hat mich sofort auf magische Weise angezogen. Beim ersten Anblick des Covers hat sich aus unerfindlichen Gründen die Frage bei mir aufgetan, ob die schwarze Nacht das Geheimnis birgt, oder ob der Nachtfalter etwas Verborgenes symbolisiert.
Dieses Buch regt sehr zum Nachdenken über das Thema Freunde an. Was hält eine Freundschaft aus? Fördert die Wahrheit eine Freundschaft wirklich? Was sind wahre Freunde? Gibt es diese überhaupt, oder sind das bloß Trugbilder? 
Der flüssige und detailreiche Schreibstil versetzt einen sofort in eine Atmosphäre, die von Intrigen durchsetzt ist. Bedrückend erlebt man falsche Freundschaft hautnah. Mit fabelhaften Beschreibungen der Stimmung fährt der Thriller unter die Haut und zieht eine Gänsehaut über den ganzen Körper. Noch unwohler fühlt man sich, wenn man bedenkt, dass dieses Buch einer wahren Begebenheit folgt und es nicht der Imagination eines Autoren entspringt. Denn das macht das Ganze noch realer und beängstigender.
ein Geheimnis der Clique nach dem anderen kommt ans Licht. Ihre Lügen machen sie alle Gefangene ihrer selbst und vereinfachen ihr Leben nicht wirklich. Hass und Neid sowie auch Misstrauen spielen eine sehr große Rolle in diesem Buch. 
Der Großteil der Geschichte wird aus Mias Sicht erzählt. Manchmal wird die Handlung auch aus der Sicht einer der anderen Personen aus der Clique erläutert, wodurch sie einem näher gebracht werden und man zu einem Teil ihr Verhalten nachvollziehen kann.
Mia hat in meinen Augen schnell eine etwas naive Rolle eingenommen. Mir ist es vorgekommen, als würde sie ihre Augen vor der Welt schließen, um sich der Schrecklichkeit dieser nicht stellen zu müssen. Aber für mich war es auch so, als wüsste sie mehr, als sie sich eingestehen will.
Leon, Doreen, Hugo, Thomas, Laura, Falk. Steckt einer von ihnen hinter Jays Verschwinden? Oder war es doch ihre eigene Entscheidung abzuhauen?
Nach dem Verschwinden von Jay bricht vieles zusammen. Es hat den Anschein, als wäre sie der Anker der Clique gewesen. Diejenige, die die Atmosphäre aufgelockert hat. 
Aber auch sie hat ihre schmutzigen Geheimnisse, nicht nur die anderen. 
Wurde ihr alles zu viel und sie ist einfach verschwunden? Hat sie ihre Familie und Freunde einfach so im Stich gelassen? Ist sie wirklich so unschuldig, wie Mia denkt? Oder steckt doch mehr hinter ihrem spurlosen Verschwinden? Kann es sein, dass die Tote im Stadtgarten etwas damit zu tun hat? Steckt Jay wirklich in der Rolle des Opfers?... Fragen über Fragen. Die Fragen nehmen scheinbar kein Ende und es wirkt, als wäre Mia die einzige wahre Freundin, denn sie versucht, im Gegensatz zu den anderen, dem auf den Grund zu gehen. Oder wissen die anderen von Jays Geheimnissen und suchen deshalb nicht nach Antworten auf all die Fragen? Oder ist der Grund ihres Nichtstuns, dass sie hinter Jays Verschinden stecken? 

Fazit

Ein sehr aufwühlender Psychothriller, der viele Fragen bezüglich Freundschaft mit sich zieht und durch die Tatsache, dass es wirklich geschehen ist, noch mehr unter die Haut geht, sodass man das Buch gar nicht aus der Hand legen kann.
Deshalb vergebe ich verdiente 5 von 5 Buchewigkeiten.

Eure Ju