Montag, 27. Februar 2017

{Resension} "Das geheime Vermächtnis des Pan" von Sandra Regnier - Carlsen












Titel: Das geheime Vermächtnis des Pan
Originaltitel: -
Autorin: Sandra Regnier
Verlag: Carlsen
Seiten: 416


Der erste Teil der Pan-Trilogie.

Inhalt

Felicity Morgan ist nicht unbedingt das, was sich die Elfenwelt unter der ihr prophezeiten Retterin vorgestellt hat. Sie ist gerade mal achtzehn, trägt eine Zahnspange und arbeitet abends in dem heruntergekommenen Pub ihrer Mutter. Leander hingegen, der Neue an Felicitys Schule, ist der wohl bestaussehende Junge Londons - und ganz sicher nicht Felicitys Typ.
Merkwürdig ist nur, dass er einfach nicht mehr von ihrer Seite weichen will...

Meine Meinung

Das Buch hat mich schon von der ersten Seite in den Bann gezogen und wollte mich beinahe nicht mehr loslassen. So einen fesselnden Effekt haben nur wenige und gute Bücher.
Die Figuren wurden authentisch ausgearbeitet und somit konnte ich mich in die meisten Charaktere sehr gut hineinversetzen. 
Nahezu packend war die Gegensätzlich der beiden Hauptcharaktere Lee und Felicity.
Er, ein sich seines guten Aussehens bewusster Schönling, welcher seinen Charme und sein Erscheinungsbild ausnutzt um die Frauenwelt regelrecht zu betören. 
Sie, ein ziemlich schlagfertiges Mädchen, dessen Aussehen nicht unbedingt dem geläufigen Schönheitsideal entspricht.
Doch hat es mir Felicity irgendwie angetan. Ihre unerschütterliche Schlagfertigkeit mit der sie so manchen Lacher erzielt, sowie auch Unglauben hervorruft. Ihr toughes Dasein und ihr Können sich von niemanden unterkriegen zu lassen. Auch der Charme Lees kann ihr nicht ihr Selbstbewusstsein stehlen und das ist Bewunderung wert. 
So manchen Nerv hat mich aber der Star Club, eine Clique bestehend aus eingebildeten Kindern aus reichen und angesehenen Familien, geraubt. Mit Menschen, die sich für etwas besseres halten als andere, komme ich persönlich nicht wirklich gut klar. Ein bisschen Selbstbewusstsein schadet nie doch stellt man dieses sehr platzeinnehmend zu Schau, kommt das meist sehr überheblich rüber.
Ich finde auch das Cover des Buches wirkt sehr ansprechend. Mir dem Big Ben Londons in der Kulisse, der schon einen Hinweis auf den Ort des Geschehens weist, und einer, auf Magie hinweisenden Elfe im Vordergrund. 

Ich gebe 5 von 5 Buchewigkeiten.



Eure Ju

Sonntag, 5. Februar 2017

"Dann bin ich eben weg" von Christine Fehér - cbt Verlag



Obwohl Sina nicht dick ist, passt sie in die geile Jeans von Melli nicht rein. Als sie eines Tages die Butter auf dem üppig belegtem Käsebrot ihrer Mutter hervorquellen sieht, überkommt sie der Totalekel. So dick und frustriert will sie nicht werden! 
Sina beginnt eine Diät. Bald passt sie in die Jeans - und endlich beachtet sie auch ihr heimlicher Schwarm Fabio.
Doch irgendwann kann sie nicht mehr aufhören mit dem Kalorienzählen. Als die anderen merken, was mit ihr los ist, ist Sina schon viel zu dünn...


Mich persönlich interessiert das Thema Ernährung, also Ernährungsweisen, sowie Krankheiten und Mängel bezüglich zu Essen, sehr. Es ist zwar oft auch wirklich schlimm, doch finde ich es interessant zu erfahren, was einen Menschen dazu bringt, immer weniger zu essen oder sich absichtlich zu übergeben. 
Das Buch "Dann bin ich eben weg" bringt das sehr komplizierte Thema Magersucht wirklich authentisch rüber. 
In diesem Buch wird nichts beschönigt und die harte Realität wird dargebracht, denn viele Menschen, vor allem jugendliche Mädchen, sind von einer Essstörung, ob nun Bulimie oder Anorexie betroffen. 
Ein Problemen stellt eine Essstörung aber auch für die Familie und die Freunde dar. Oft reagieren die Menschen im Umkreis der, von einer Essstörung betroffen Personen, falsch. Meist wird die kranke Person mit der Aufforderung zu Essen bedrängt, das hilft jedoch nicht zwingend. Häufig macht es die Situation noch schwieriger und in diesem Buch wird das sehr in den Vordergrund gestellt.
Ich finde Sina als Protagonistin sehr passend, denn schein ihr Leben gut zu laufen und trotzdem fällt sie einer Magersucht zum Opfer. So sieht man, dass eine fröhliche Person möglicherweise bloß ein guter Schauspieler ist und das eine scheinbar schönes Leben voller unbewältigbarer Auf und Abs ist.
Dieses Buch ist nicht nur sehr gefühlsvoll, sondern die Nähe zur Realität macht es auch sehr erschreckend. Die Tatsache, dass aus einer Diät so schnell zu einer erst zunehmenden Essstörung werden kann, kann sehr Furcht einflößend sein. 

Ich gebe 5 von 5 Buchewigkeiten

Eure Ju


Im Deutschunterricht hatte ich die Aufgabe einen Brief aus Sinas Sicht zu schreiben. Es soll auch eine Warnung an alle sein, dass eine Essstörung eure Probleme nicht wett macht und vielleicht hilft es euch, wenn eine Freundin oder ein Freund von euch mit einer Essstörung zu kämpfen hat:

Liebe unbekannte Freundinnen und Freunde von Menschen mit Problemen wie ich sie hatte!
Das Schönheitsideal der Schlankheit, die Ästhetik, spielt eine große Rolle in der heutigen Zeit. Oft kann man sich nicht dagegen wehren. Man will durch eine Diät ein paar Kilos verlieren. Eure Freundin oder euer Freund hat sich selbst ein Idealgewicht gesetzt. Sie sagen sich: "Nur noch fünf Kilos, dann habe ich das 'perfekte' Gewicht". Doch aus fünf werden bald acht Kilos, dann zwölf und dann hat der Schlankheitswahn sie schon mit eisernem Griff gefangen.
Bald ist ihr Körper nur noch Haut und Knochen, doch wenn sie in den Spiegel blicken, sehen sie nur überflüssiges Gewicht. Eure Freundin oder euer Freund isst immer weniger und das Fehlen lebenswichtiger Vitamine und Mineralstoffe entzieht ihrem Körper jegliche Kraft. Der Verzicht auf alle Speisen mit zu vielen Kalorien ist auch ein Verzicht auf lebensnotwendige Nährwerte. Doch fühlt sich eure Freundin oder euer Freund nur in einem dünnen Körper wohl. 
In dem krankhaften Schlankheitswahn bleibt ihr oder ihm nur ein Gedanke im Kopf: "Ich bin immer noch zu dick! Ich muss mehr Gewicht verlieren, darf nicht zu viele Kalorien zu mir nehmen!" Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass dieser Gedanke Besitz von einem ergreift. Sich im Kopf festsetzt und nicht mehr loslässt. Keine anderen Überlegungen zulässt. 
Eure Freundin oder euer Freund erden von inneren, bösartigen Stimmen geleitet. Lassen sich nicht nicht mehr helfen, wollen nicht einsehen, dass die Menschen, die ihnen nahe stehen, nur Gutes wollen. Sie können und wollen keine Hilfe annehmen und werden immer verschlossener. 
Eine Möglichkeit der Eltern des essgestörten Kindes ist vielleicht, ihm bei einem gewissen Gewicht etwas zurück zu geben, das ihm wichtig ist. Zum Beispiel, es bekommt bei einem Gewicht von 47 Kilo das Handy zurück. Wenn sie sich ein eigenes Ziel setzte, kann dies ihren Genesungsprozess beschleunigen. Sie zum Essen zu zwingen wird eure Freundin oder euren Freund nicht dazu bringen, etwas zu sich zu nehmen. Wenn sie es nicht selbst wollen, werden sie nicht an Gewicht gewinnen. Ihr werdet erleben, wie machtlos ihr als Freundinnen und Freunde seid. Macht euch keine Vorwürfen, sondern holt euch Rat von professionellen Menschen, wenn ihr merkt, dass jemand aus eurem Umfeld in einer so lebensbedrohlichen Sucht zu schlittern droht. Sprecht mit Vertrauenslehrerinnen, wendet euch an euren Hausarzt oder eure Hausärztin oder ruft bei Rat und Draht an. Sie können Tipps geben, wie ihr die Betroffenen dazu bewegen könnt, Hilfe anzunehmen.
Essstörungen haben so vielfältige Ursachen, dass ihr alleine hilflos seid. Es kann den Ursprung in einem Verlust einer geliebten Person haben, sowie der Wille nach einem schlanken Körper, möglicherweise ist es aber auch etwas ganz anderes. 
Vielleicht ist es am besten mit eurer Freundin oder eurem Freund über ihre oder seine Probleme zu sprechen. Vielleicht ist es das Beste, wenn ihr einfach nur in dieser schlimmen Zeit für diese Person da seid, denn vermutlich braucht sie bloß ein offenes Ohr.
Obwohl eine Essstörung ein Hilfeschrei nach Zuwendung, Liebe und Aufmerksamkeit ist, werdet ihr weggestoßen, so wie ich es mit meinen Freundinnen auch gemacht habe.
Es kann sein, dass richtige Wut in euch aufsteigt, da ihr das Gefühl habt "erpresst zu werden, denn manchmal haben Essgestörte die Angewohnheit ihre Krankheit anderen gegenüber auszunutzen. Doch trotz dieser Tatsache sollt ihr für eure Freundin oder euren Freund das sein, denn auch wenn sie es nicht zeigen können oder wollen, sie brauchen euch. 
Eure Sina

Mittwoch, 1. Februar 2017

"Herr G." von Alan Lightman - Quadriga Verlag


Soweit ich mich erinnern kann, war ich gerade von einem Nickerchen aufgewacht, als ich beschloss, das Universum zu schaffen. Zitat S. 7

Mit seiner zänkischen Tante Penelope und seinem rührseligen Onkel Deva lebt Herr G. in seinem großen Vakuum. Aus einem Schläfchen erwacht, beschließt er eines Tages, Zeit, Raum und Materie zu erschaffen. Dann kommen Sterne, Planeten, Bewusstsein und schließlich intelligente Wesen mut moralischen Dilemmata an die Reihe. 
Herr G. ist allmächtig, aber nicht allwissend, und im Schöpfungsprozess entdeckt er, dass selbst durchdachte Pläne auf Widerstände stoßen können; vor allem Belhor macht ihm zu schaffen, ein brillanter, hinterhältiger Konkurrent, der die Notwendigkeit des Bösen durchsetzten zu trachtet...


Als ich vor zwei Jahren schon einmal dieses Buch begonnen habe kam mir Gott immer wie ein kleiner Junge vor, der die Kraft hat Dinge zu schaffen. 
Jetzt war Gott für mich wie ein Mann undefinierbaren Alters. Hin und wieder hatte er für mich seinen eigenen Kopf wie ein Kind, dann jedoch war es, als würde ich ihn vor mir sehen wie er sich den Kopf über philosophische Gedanken zermartern. 
Da ich ein sehr großer Fan der Philosophie bin und mir gerne den Kopf über die Entstehung des Universums oder den Menschen mit seinen verschiedenen Meinungen zerbreche, war dieses Buch wirklich wie geschaffen für mich.
Interessant zu lesen fand ich diese Verknüpfung zwischen Philosophie und Naturwissenschaft. Eine Mischung aus dem Wissen das wir besitzen und der eigenen Meinung und Denkweise.
Am besten hat mir Belhor von den Charakteren her gefallen, denn konnte ich seine Meinung am ehesten vertreten. Für mich jedoch war er nie das Böse, irgendwie nimmt er eine geheimnisvolle Rolle ein. Er war für mich bis zum Schluss hin ein Geschöpf des Schattens, also nicht unbedingt gut, aber auch nicht durch und durch böse.
Für mich war es in dem Buch am schwierigsten, mir das Nichts vorstellen. Es mag merkwürdig klingen, immerhin ist es nichts...doch wenn es das Nichts nichts ist, muss es doch etwas sein um Nichts sein zu können?! Hiermit wären wir wieder bei der Philosophie, die ich so liebe, und bei der die Gedankengänge kein Ende nehmen.
Dieses Buch ist für jeden etwas, der gerne über Gott, die Welt und andere philosophische Dinge Überlegungen anstellt.

Ich gebe 5 von 5 Buchewigkeiten

Eure Ju

"Feuerrot" von Nina Blazon - Ravensburger Verlag


Hexenwahn und Liebeszauber

Verheerende Unwetter und Missernten haben Magdalenes Familie in Armut gestürzt. Wie gut, dass die Tochter des Schmieds bei dem vornehmen Kaufmannshaus Humpis als Magd Arbeit gefunden hat. Doch als Lucio, ein Kaufmannssohn aus Italien, bei der FAmilie Humpis auftaucht, gerät Magdalene in Gefahr. Der geheimnisumwitterte Gast ist von ihrer Schönheit fasziniert, doch sie weist ihn zurück. Daraufhin zeigt er sie beim Gericht wegen Hexerei an. Hier führt gerade der gefürchtete Inquisitor Heinrich Kramer einen Prozess gegen zwei vermeintliche Hexen aus Ravensburg. 
Jetzt gibt es nur noch einen, der Magdalene vor dem Scheiterhaufen retten kann, der Mann, den sie heimlich liebt. Er schmiedet einen waghalsigen Plan...


Da meine Deutschlehrerin wirklich cool ist, hatte ich die Möglichkeit einer Buchvorstellung von Nina Blazon beizuwohnen. Nina Blazon ist eine Frau deren Wortschatz sehr groß ist und welche auch gegenüber Jugendlichen ihre Sprachgewandtheit verständlich ausnützt.
Trotzdem habe ich schon Bücher mit einem, meiner Meinung nach, besseren Schreibstil gelesen. 
Ich bin sehr interessiert in dem Thema "Hexen". Also einerseits in Hexenverbrennungen und andererseits in dem Können der als "Hexen" Frauen. 
Im Endeffekt fanden all diese Prozesse gegen die "weisen Frauen" nur statt, da die Künste dieser im Widerspruch zum Glauben der Kirche stand. War eine Frau sehr vorlaut musste sie wohl eine Hexe sein, denn immerhin mussten Frauen dem Mann untertan sein. Diesem Glauben vertrat zumindest die Kirche und alle ihre Anhänger somit auch.
Ich finde dieses falsche Getue des Institoris (auch bekannt unter dem Namen Heinrich Kramer, dem Autor des "Hexenhammers", welcher die Meinung vertrat alle "Hexen" aus dem Weg schaffen zu müssen) wird in "Feuerrot" sehr gut dargestellt und erläutert den Betrug der gegenüber den Bürgern stattfand.
Des Öfteren jedoch fand ich, dass die Geschichte zu sehr von Kitsch trieft. Häufig fand ich auch das Buch unlogisch, denn manche Vorhaben klappen meiner Meinung nach zu geschliffen um echt zu sein. Möglicherweise liegt auch mein Einschätzungsgefühl falsch, immerhin habe ich nicht im Mittelalter gelebt um dies bestätigen oder widerrufen zu können, mir kam das Buch trotzdem nicht immer glaubwürdig vor.

Ich gebe 3 von 5 Buchewigkeiten

Eure Ju