Donnerstag, 27. April 2017

{Rezension} "Homevideo"













Titel: Homevideo
Autorin: Karin Kaci
Verlag: Carlsen
Seiten: 192


Inhalt

Intensiv, drastisch und bewegend - das Buch zum vielfach ausgezeichneten TV-Film "Homevideo"
Jakobs Kamera ist wie ein Tagebuch. Mit ihr filmt der 15-Jährige, was ihn bewegt. Doch dann gerät ein selbstgedrehtes, intimes Video durch Zufall in die Hände von Mitschülern, die es ins Netz stellen.
In kürzester Zeit verbreitet es sich in der ganzen Schule und nicht nur dort. Jakob wird ausgelacht, angemacht, gemobbt. Seine Freundin zieht sich von ihm zurück. Lehrer und Eltern wissen kaum, wie sie mit der Sache umgehen sollen. Keiner kann helfen, keiner kann die Hassbotschaften stoppen. Und das Unglück nimmt seinen Lauf.


Meine Meinung

Auch wenn ich den Film nicht gesehen habe, ist es mir während des Lesens immer so vorgekommen, als wäre das Buch andauernd darauf bedacht, nur das darzustellen, das auch der Film zeigt. Daher konnte es mich oft auch nicht so wirklich überzeugen.
Ich habe gefunden, dass sich die Geschichte etwas zieht. Denn die Mobbing-Geschichte nimmt erst im letzten Drittel oder Viertel Platz. Deshalb hat sich für mich das alles sehr in die Länge gezogen.
Innerlich war ich immer von einer gewissen Unruhe erfasst, weil ich mich auf das Schlimmste vorbereitet habe. Deshalb habe ich fiebrig dem knallharten und direkten Schreibstil gefolgt.
Und auch wenn mich das Ende stellenweise schockiert und überrascht hat, war es etwas unverständlich. Wenn man will, kann man aber auch hinein interpretieren, dass das Thema Mobbing nicht immer, oder eigentlich nie, ein vorhersehbares Ende einnimmt. 
Man kann sich sehr schnell in Jakob hineinfühlen. Seine Eltern führen eine zerrüttete Ehe und als Jugendlicher, Pubertierender, ist auch das Schulleben nicht immer einfach sowie auch die Liebe oft einen Keil in das Glück schlagen kann oder es verdoppelt. Die Schwierigkeit als Erwachsenwerdender einen Platz im Leben zu finden verbindet einen als jugendlichen Leser mit Jakob.
Dieses Buch zeigt sehr stark, wie schnell ein Leben in tausende von Splittern zerbrechen kann und welche großen Auswirkungen Mobbing hat. Dies regt dann auch zum Nachdenken an, vor allem, weil es für mich ziemlich schockierend war, dass Freunde von ihm dieses intime Video immer weiter geschickt haben. Was treibt sie dazu an, ihm solch seelisches Pein zuzufügen? Die Gedanken drehen sich auch darum, dass dieses Thema ziemlich präsent ist, denn immer wieder müssen Kinder und Jugendliche unter Mobbingangriffen leiden und besonders Cyber-Mobbing zieht seine Runden durch unsere Gesellschaft aus Sozial Media bezogenen Jugendlichen.
Mir hat die Einteilung der Kapitel in diesem Buch gar nicht gefallen. Wie schon erwähnt, war das Buch einfach zu sehr auf den Film bezogen und so wurden Szenen, die eigentlich für mich persönlich bloß einen Platz im Hintergrund einnehmen, nach vorne geschoben. 

Fazit

Trotz ein paar Tiefen hinterlässt diese Geschichte einen starken Eindruck und regt zum Nachdenken über das Thema Mobbing an.
Darum gebe ich 3,5 Buchewigkeiten her.

Eure Ju 

{Rezension} "Wie ich dich sehe"













Titel: Wie ich dich sehe
Originaltitel: Not if I see you first
Autor: Eric Lindstrom
Verlag: Carlsen
Seiten: 352


Inhalt

"Ich bin wie du mit geschlossenen Augen, nur schlauer!"
Das ist Parkers Credo, und sie hat ein strenges Regelwerk aufgestellt, wie sie behandelt werden will. Seit der Trennung von ihrem Freund Scott und dem plötzlichen Tod ihres Vaters verlässt sie sich nur noch auf sich selbst. Für jeden Tag, an dem sie nicht heult, gibt sie sich einen Goldstern.
Sie trainiert fürs Laufteam - sie mag ja blind sein, aber ihre Beine funktionieren noch. Und ansonsten hält sie sich die meisten Leute mit Ruppigkeit vom Hals: Mitleid nicht erwünscht. Bis Scott ihrer Liebe doch noch eine Chance geben will...

Meine Meinung

Die Ich-Form von Parker, aus der dieses Buch geschrieben ist, ist bewundernd. Bewundernd, dass der Autor so ein gutes Gespür für die Gedanken eines Jugendlichen hat. Und bewundernd, dass er eine so glaubwürdige Sicht einer Blinden schafft.
Was ich gut fand,ist, dass kein großes Drama um die Blindheit von Parker oder ihr sonstiges Leben gemacht wurde und trotzdem eine einfühlsame und besondere Stimmung aufgebaut wurde. Die Erzählung war glaubhaft und doch habe ich mir etwas mehr Beschreibungen bezüglich anderer Sinnesorgane gewünscht. Immerhin ist es Parker verwehrt etwas zu sehen, auch kann sie keine Lichteinwirkungen wahrnehmen, deshalb hatte ich mir gedacht, mehr Schilderungen von Geräuschen oder Gerüchen vorzufinden.
Parker ist eine wirklich interessant, authentische sowie zutiefst starke und eigensinnige Protagonistin. Das Leben war scheinbar nie wirklich auf ihrer Seite, denn als sie klein war verursachte ihre Mutter einen Autounfall, bei dem diese starb und Parker selbst erblindete. Dann verriet ihr bester Freund sie auf schreckliche Art und Weise, später stirbt auch noch ihr Vater und ihre nicht sehr engen Verwandten ziehen bei ihr ein. 
Diese Erlebnisse haben sie eine Schutzwand um sich aufbauen lassen, bestehend aus Selbstironie, Ruppigkeit, Ehrlichkeit und Regeln, die niemand überschreiten darf. Das finde ich aber sehr nachvollziehbar, denn gehen solche Geschehnisse nicht ohne Auswirkungen an einem vorbei.
Es ist oft wirklich interessant, denn Parkers Gedanken drehen sich meist nur um sich selbst sowie das bei vielen Menschen der Fall ist. Das ist zwar etwas nervig und teils fast traurig, aber leider ist es so, dass viele Menschen nur auf sich selbst bedacht sind. Hin und wieder ist mir in den Kopf gekommen, dass Parker wirklich blind ist. Aber nicht bezüglich der Blindheit ihrer Augen, sondern der, ihres Einfühlungsvermögens und ihres Inneren, denn hat sie scheinbar kein Gefühl für die Sorgen und Probleme anderer. Sie meint zwar ehrlich zu sein, aber hin und wieder führt das in verschiedenen Situationen nicht weiter. Manchmal aber ist sie gut darin die Wahrheit zu sagen und so anderen auch zu helfen. 
Mir hat sich während des Lesens oft die Frage gestellt, wie weit man sich auf seine Augen verlassen darf und kann. Wäre es in manchen Situationen vielleicht besser, nicht auf das zu achten, das wir sehen? Möglicherweise sollten wir nicht nur auf das scheinbare Aussehen von etwas schauen. Das könnte und hin und wieder in unserem Leben weiter verhelfen.
Ich habe das Buch an einem Nachmittag gelesen und deshalb kam das Ende leider sehr abrupt für mich. Ich hätte noch in alle Ewigkeit weiterlesen können.

Fazit

Parkers ironische Art sorgt für viele charmante und witzige Szenen. Außerdem wird einem das Thema Blindheit auf authentische und bewegende Weise näher gebracht. 
Ich habe das Buch förmlich verschlungen und deshalb vergebe ich 5 von 5 Buchewigkeiten.

Eure Ju

Dienstag, 18. April 2017

{Rezension} "Harry Potter und der Feuerkelch"












Titel: Harry Potter und der Feuerkelch
Originaltitel: Harry Potter and the Goblet of Fire
Autorin: Joanne K. Rowling
Verlag: Carlsen
Seiten: 768


Der packende vierte Teil der Harry Potter-Reihe

Inhalt

Das vierte Schuljahr in Hogwarts beginnt für Harry. Doch davor steht noch ein sportliches Großereignis, das die scheußlichen Sommerferien vergessen lässt. die Quidditch-Weltmeisterschaft. Und ein weiterer Wettkampf wird die Schüler das ganze Schuljahr über beschäftigen: das Trimagische Turnier, in dem Harry eine Rolle übernimmt, die er sich im Traum nicht vorgestellt hätte. Natürlich steckt dahinter das Böse, das zurück an die Macht drängt: Lord Voldemort. Es wird eng für Harry, sehr eng. Doch auf seine Freunde und ihre Unterstützung kann Harry sich auch in verzweifelten Situationen verlassen.

Meine Meinung:

Zum wiederholten Mal zeigt sich die Inkompetenz Harrys, irgendetwas auch ohne Hilfe zu schaffen. Hätte er nicht Ron und Hermine (vor allem Hermine) stets an seiner Seite, würde er sehr wahrscheinlich nicht mehr unter den Lebenden weilen. Auch ohne Dobbys Beistand wäre er bei dem Trimagischen Turnier nicht weit gekommen. Sogar das Böse versucht ihm zu helfen, natürlich nur um seinen eigenen Vorhaben nachzukommen, doch es ist Hilfe.
Wieder folgen die verschiedenen Charaktere den Seiten. Liebenswerte Charaktere und solche, die nur ihren eigenen Wünschen nachstreben. Zu zweiterem gehört eindeutig Rita Kimmkorn, die Reporterin des Tagespropheten, die auf Unglück der anderen Lügengeschichten verbreitet und in Harry ein Opfer gefunden hat. Und da den Slytherins alles Recht ist um Harry runterzumachen, stehen sie Rita bei.
Erschreckend ist wirklich, dass der schreckliche Lord Voldemort, überall eine spinnenartigen finger im Spiel hat. Denn Harry ist sein Todfeind Nummer Eins und muss irgendwie aus dem Weg geschafft werden...
Mich hat das Trimagische Turnier wirklich begeistert und auch habe ich mich gut in die Szene des Winterballs hineinfühlen können. Interessant in diesem Teil war die Verschiedenheit der unterschiedlichen Zauberschulen und das ungleichmäßige Verhalten und die differenzierten Charakterzüge der Schüler. Viktor Krum aus Durmstrang ist natürlich durch seine Berühmtheit sofort der Mädchenschwarm und auch Fleur Delacour aus der Beauxbatons Schule zieht einige Blick mit ihrer Schönheit auf sich.
Aber ehe man sich versieht ist auch dieses Schuljahr in Hogwarts zu ende. Zum Schluss wird man wieder einmal ziemlich überrascht und das Buch schließt eigentlich mit einer relativ düsteren Stimmung ab.

Fazit

Es ist wirklich überraschend, dass auch bei dem vierten Band die Spannung nicht abnimmt und immer wieder kreative und atemberaubende Ideen die Kapitel schmücken.
Von mir gibt es deshalb 4 von 5 Buchewigkeiten.

Eure Ju

{Rezension} "Harry Potter und der Gefangene von Askaban"












Titel: Harry Potter un der Gefangene von Askaban
Originaltitel: Harry Potter and the Prisoner of Askaban
Autorin: Joanne K. Rowling
Verlag: Carlsen
Seiten: 448


Teil drei der fabelhaften Harry Potter-Reihe

Inhalt

Natürlich weiß Harry, dass das Zaubern in den Ferien strengstens verboten  ist, und trotzdem befördert er seine schreckliche Tante mit einem Schwebezauber an die Decke. Die Konsequenz ist normalerweise: Schulverweis! 
Nicht so bei Harry; im Gegenteil, man behandelt ihn wie ein rohes Ei. 
Hat es etwa damit zu tun, dass ein gefürchteter Verbrecher in die Schule eingedrungen ist und es auf Harry abgesehen hat? Mit seinen Freunden Ron und Hermine versucht Harry ein Geflecht aus Verrat, Rache, Feigheit und Verleumdung aufzudröseln und stößt dabei auf Dinge, die ihn fast an seinem Verstand zweifeln lassen.

Meine Meinung

Neue Charaktere finden hier ihren Beginn und schon bekannte begleiten einen immer noch weiter. Hagrid mit seinem Faible für außergewöhnliche und gefährliche Tiere ist weiterhin einer meiner Lieblingscharaktere. Ich finde es wirklich toll, dass er den Unterricht für Pflege magischer Geschöpfe leiten darf. Erneut gibt es einen neuen Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste, Professor Lupin, welcher Harry lehrt gegen die Dementoren zu kämpfen und somit eine ziemlich wichtige Rolle einnimmt. Wie schon in den vorhergehenden Bänden habe ich in diesem Teil bloß abgrundtiefen Hass für Malfoy empfunden. Er ist einfach diese Art von Mensch/Zauberer, die man hassen muss.
Dieser Band zeigt einem auch etwas mehr von Harrys Vergangenheit. Ein für Harry bis jetzt unbekannter Verwandter tritt an die Oberfläche, taucht aber schnell wieder ab, denn ist ihm niemand recht freundlich gesinnt, denn wenn man es schafft aus Askaban zu fliehen, muss man doch böse sein. Ich habe Sirius Black aber irgendwie schnell ins Herz geschlossen, auch wenn er scheinbar der Mörder etlicher Menschen ist...
Der flüssige Schreibstil lässt ein wieder durch das Buch und Harrys Erlebnisse flutschen. Spannung fesselt einen schon zu Beginn und hält einen fest, sodass man fast dazu verpflichtet ist den nächsten Teil zu lesen.
Bis jetzt ist dies mein Lieblingsband, denn erfährt man viele interessante Fakten über die verschiedenen magischen Tierwesen und es fehlt nie an Spannung.

Fazit

Ein einziges Abenteuer, das einen Teil von Harrys Vergangenheit offenbart und spannend mit gelungenen neuen Ideen spannend auf den folgenden Teil macht.
Ich vergebe 5 von 5 Buchewigkeiten.

Eure Ju

{Rezension} "Harry Potter und die Kammer des Schreckens"












Titel: Harry Potter und die Kammer des Schreckens
Originaltitel: Harry Potter and the Chamber of Secrets
Autorin: Joanne K. Rowling
Verlag: Carlsen
Seiten: 352


Teil 2 der mitreißenden Harry Potter-Reihe

Inhalt

Endlich wieder Schule! Einen solchen Seufzer kann nur der ausstoßen, dessen Freuen scheußlich und die Erinnerungen an das vergangene Schuljahr wunderbar waren: Harry Potter.
Dich wie im Vorjahr stehen nicht nur Zaubertrankunterricht und Verwandlung auf dem Programm. Ein grauenhaftes Etwas treibt sein Unwesen in den Gemäuern der Schule - ein Ungeheuer, für das niemand, nicht einmal der mächtigste Zauberer, eine Erklärung findet. Wird Harry mit Hilfe seiner Freunde Ron und Hermine das Rätsel lösen und Hogwarts aus der Umklammerung durch die dunklen Mächte befreien können?

Meine Meinung

Schon der Schulweg verspricht ein tolles und von kreativen Ideen geprägtes Buch.
Wegen widriger Umstände müssen Ron und Harry den Weg zur Schule mithilfe eines fliegenden Autos einschlagen. Muss das nicht toll sein? Über den Wolken schwebend die Aussicht genießend? Naja...blöd wird es dann bloß, wenn der Tank schwach wird...und immer weniger Kraft in dem Auto steckt...
Ich bin hier, wie auch in dem ersten Teil, schnell versunken und ehe ich mich versah hat das Buch schon sein Ende gefunden. Natürlich kann ich auch den Wahn anderer bezüglich dieser Harry Potter Bücher nachvollziehen, selbst wenn ich einfach nur ein großer Fan bin und nicht diesem Wahn nacheifere.
Spannung begleitet einen auf jeder Seite und erst ganz am Schluss werden all die Geheimnisse aufgedeckt. Wirklich interessante und einzigartige Ideen zieren jede einzelne Seite.
Auch der Schreibstil ist fast einwandfrei, doch stört mich teilweise, dass so oft "sagte" verwendet wird.
Wieder wird man von authentischen Charakteren durch das Buch geleitet. Ich persönlich finde die maulende Myrthe einen tollen Persönlichkeit. Gilderoy Lockhart verursacht mit seiner eingebildeten und gehobenen Art und Weise immer Brechreiz bei mir. 
Harry ist aber kein vollkommener Held, wie es sie in vielen Fantasy-Büchern gibt, denn er ist im Gegensatz zu anderen ziemlich auf Hilfe angewiesen um nicht dem Bösen zum Opfer zu fallen. Gäbe es Hermine un Ron nicht, gäbe es sehr wahrscheinlich auch keine weiteren Bücher.

Fazit

Ein würdiger Nachfolger des ersten Bandes, der mit viel Aktion und kreativen Ideen auf den spannend auf den nächsten Teil macht.
Ich vergebe 4 von 5 Buchewigkeiten.

Eure Ju

{Rezension} "Alice in Murderland 4"













Titel: Alice in Murderland 4
Autorin: Kaori Yuki
Verlag: Carlsen Manga!
Seiten: 178


Er hat meine leiblichen Eltern und etwa 100 weitere Menschen getötet.

Inhalt

Nach dem tödlichen Kampf mit dem vierten Sohn Maré ist Stella völlig erschöpft.
Während ihr Bewusstsein schwindet, taucht wie aus einem Nebel die Erinnerung an das tragische Flugzeugunglück aus der Vergangenheit auf.
War in dem Flugzeug nicht auch der weißhaarige Junge, der Stella früher zusetzte, und hat er nicht etwas Furchtbares getan?
"Sind wir beide und früher...schön einmal begegnet? Wie zum Beispiel in einem Flugzeug?"
An ihrer Seite sind Tsukito, der Weißhase, der ihren Kampf beobachtet und ihre erste große Liebe, ihr älterer Bruder Zeno. Wer von den beiden wird ihr Schicksal teilen und an ihrer Seite sein?

Meine Meinung

Ich glaube dieses Cover ist bisher das, welches mich am meisten beeindruckt, denn spiegelt sich in dem Ausdruck von Bloody Alice wirklich Hass, gepaart mit Wahnsinn.
Die Einstellung gegenüber ihrem düsteren Ich und diesem makaberen Spiel ist scheinbar bei jedem anders. Wo Stella versucht die Alice in ihr zu unterdrücken um nicht noch mehr Tod zu bringen, steckt in jeder Pore von Maré Hass und eine durch und durch schwarze Seele prägt sein Handeln, egal wie scheinheilig er sich gibt. Und bei dem Wort Schein sind wir auch gleich richtig. Denn drückt der Schein hier allem seinen Stempel auf und so weiß man nicht, wem man Vertrauen schenken darf oder bei wem dies ein Todesurteil ist.
In diesem Teil ist die Vergangenheit von Stella ziemlich präsent. Wer ist der weiße Hase wirklich? Gibt sich Tsukito tatsächlich als der aus, der er ist? Was hat all das mit dem schrecklichen Flugzeugunglück vor so vielen Jahren zu tun?
Wie lange schafft Stella es noch, die Bloody Alice in sich halbwegs unterdrücken zu können? Kann ihre Seele den dunklen Verlockungen widerstehen oder wird sie von dunklen Fängen umschlossen werden? Wer wird als nächstes einen Kampf einfordern? Auf wessen Hilfe kann Stella vertrauen? Und geht es wirklich nur noch um das Erbe? Was steckt hinter diesem grotesken Spiel des Todes?

Fazit

Eine wundervolle Fortsetzung, die mit etlichen Fragen gespannt auf den nächsten Teil warten lässt, welcher leider erst Ende Mai erscheint! D:  Ein Manga, der scheinbar kein so friedvolles Ende des fortsetzenden Bandes vorsieht.
Von mir gibt es 5 von 5 Buchewigkeiten.

Eure Ju

{Rezension} "Alice in Murderland 3"














Titel: Alice in Murderland 3
Autorin: Kaori Yuki
Verlag: Carlsen Manga!
Seiten: 178

Das Labor der tanzenden Leichen...
Willkommen zur Haunted Party, ausgerichtet von der bemitleidenswerten Miser.

Inhalt:

Ihrem geliebten Bruder Zeno zuliebe setzt Stella den Kampf auf Leben und Tod gegen ihre Geschwister fort.
Nun muss sie gegen die zweitälteste Tochter Miser antreten, die durch eine Intrige aus Marés Hand zur Königin der Leichen wurde.
"Lass uns ein Experiment mit diesen Kinderchen machen, die mein "Blut" aufgesaugt haben..."
Als sie sich Miser gegenüber sieht, die mit ihrem Blut Leichen steuert, kann "Bloody Alice" ihren Impuls nicht unterdrücken und zieht ihre Waffe...

Meine Meinung

Schon das Cover gefällt mir gut: Bloody Alice, eine unschuldige Pose einnehmend und ihrem Namen gerecht werdend blutverschmiert.
Es scheint, als hätten ziemlich viele Kinder ein düsteres zweites Ich. Misshandlungen, frühe Begegnungen mit dem Tod oder sonstige Schicksalsschläge haben all diese Kinder für ihr restliches Leben geprägt und hier werden sie aufgefordert diese Seite auszuleben. 
In diesem Teil bekommen wir einen Einblick in die Vergangenheit von Miser und ihrem Hang zu Zombies. Muss Bloody Alice auch sie und ihr Gefolge aus Leichen aus dem Weg räumen um ihr eigenes Wohlergehen zu sichern?
Authentizität prägt jeden einzelnen der Charaktere, denn hat dieser Manga nie wirklich etwas mit "Alice im Wunderland" zu tun gehabt und entfernt sich immer mehr von den scheinbaren Ähnlichkeiten zu der Geschichte von Lewis Carroll.
Ich glaube schon lange nicht mehr, dass dieses dämonische Spiel ein schlechter Scherz ist und mir wird jede Seite bewusster, dass es bloß eine perverse Erheiterung für die Mutter ist. Gibt es eine Möglichkeit diesem Kampf um Unsterblichkeit zu entrinnen? Oder ist der einzige Ausweg der Tod?

Fazit

Ein ziemlich makaberer Manga, der nichts für schwache Nerven ist.
Jede Menge Spannung fesseln einen an diesen Manga und halten einen fest, wie auch Stella und all die anderen an den Kampf und das Anwesen gebunden sind.
Ich vergebe 5 von 5 Buchewigkeiten

Eure Ju

{Rezension} "Orange 4"













Titel: Orange 4
Autor: Ichigo Takano
Verlag: Carlsen Manga!
Seiten: 192


Inhalt

"Ich schreibe diesen Brief, damit ich mit 16 Jahren nicht die gleichen Fehler begehe."
Ein Brief aus der Zukunft verstört die junge Naho, denn ihr zukünftiges Ich teilt ihr mit, dass sie etwas entsetzlich bereut und ändern will... Doch kann man das Schicksal wirklich ankämpfen?

Meine Meinung

Inzwischen arbeitet die ganze Freundesgruppe daran, Kakeru glücklich zu machen, denn hat sich herausgestellt, dass nicht nur Naho und Suwa, sondern auch Hagita, Azu und Takako einen Brief von ihrem zukünftigen Ich bekommen haben. Trotz der Schatten, die Kakeru weiterhin auf Schritt und Tritt verfolgen, kann er noch Spaß am Leben finden, denn seine Freunde stehen ihm immer beiseite. Solch eine Freundschaft kann man sich bloß wünschen. Dass die besten Freunde mit einem durch dick und dünn gehen und auch in den aller schwierigsten Zeiten an der Seite von einem stehen um einen zu unterstützen.
Ich finde sehr besonders an dieser Geschichte, dass sie keine große Handlung vorherrscht, die es zu verfolgen gibt, sondern die wenigen Vorkommnisse für sich sprechen und einem Freundschaft und Hilfsbereitschaft vermitteln.
Durch ihr Mitwirken an dem Sportfest und dem gemeinsamen Staffellauf mit Kakeru wollen Naho, Suwa, Takako, Azu und Hagita ein Lächeln auf Kakerus Gesicht zaubern und ihn wirklich glücklich sein lassen. Sie wollen keinen billigen Abklatsch eines Lächelns sehen. Mit gemeinsamer Kraft wollen sie ihn sorgenfrei machen, wenn auch nur für kürze Zeit.
Das Geschehene ist so nahe an der Realität und die Sorgen so nachvollziehbar, dass man förmlich an die Handlung gefesselt wird. Das Thema des Todes schwingt immer mit aber die enge Freundschaft der sechs Jugendlichen lässt auch humorvolle Passagen enstehen, doch wird es nie abgeschmackt.

Fazit

Man sollte an die wichtigsten menschlichen Werte erinnert werden, wie Freundschaft, Anteilnahme und Zuneigung. Dies wird in einer warmherzigen und bewegenden Geschichte verpackt und verdient 5 von 5 Buchewigkeiten.

Eure Ju

{Rezension} "Orange 3"













Titel: Orange 3
Autor: Ichigo Takano
Verlag: Carlsen
Seiten: 192


Inhalt

"Ich schreibe diesen Brief, damit ich mit 16 Jahren nicht die gleichen Fehler begehe."
Ein Brief aus der Zukunft verstört die junge Naho, denn ihr zukünftiges Ich teilt ihr mit, dass sie etwas entsetzliches bereut und ändern will... Doch kann man gegen das Schicksal wirklich ankämpfen?

Meine Meinung

Ich finde Naho eine wirklich liebenswerte, hilfsbereite und großherzige Person, doch manchmal ist sie wirklich schwer von Begriff. Sie erkennt zu Beginn nicht, welche Gefühle Kakeru für sie hegt und hat immer noch nicht bemerkt, dass Suwa schon Ewigkeiten in sie verliebt ist. Und dann kapiert Naho auch nicht, dass, wenn Kakeru ihr eine Hand hinhält, dies ein Zeichen dafür ist, dass er mit ihr Händchenhalten will. Bei so viel Ahnungslosigkeit weiß ich nicht ob ich lachen oder mit dem Kopf gegen die Wand rennen soll.
Dieser Manga ist wirklich bewegend und noch rührseliger wird es meines Erachtens, wenn Situationen aus der Zukunft gezeigt werden. Denn erst etwa zehn Jahre nach dem Tod von Kakeru erfahren die fünf Freunde, dass es kein Unfall war. 
Hin und wieder war ich den Tränen ziemlich nahe, denn um die anderen nicht zu verletzen behält Kakeru seine Sorgen lieber für sich und seine Reue gegenüber dem Tod seiner Mutter frisst ihn von innen heraus auf. Und wenn er dann seine Selbstvorwürfe ausspricht lässt dies wirklich traurige Szenen entstehen.
Nun ist Naho aber nicht mehr alleine in ihrem Vorhaben Kakeru zu retten, denn Suwa steht an ihrer Seite, ebenfalls mit einem Brief aus der Zukunft. Zu zweit ist es gleich auch um vieles einfacher dieses Unterfangen gelingen zu lassen.
Der Wunsch, dass es den Freunden gelingt Kakeru von seinen Gewissensbissen zu erlösen hat mich jede einzelne Seite begleitet, denn habe ich alle schon ins Herz geschlossen.

Fazit

Wie seine Vorgänger wirklich berührend und einem Werte wie freundschaftliche Liebe oder Zusammengehörigkeit wieder in den Kopf rufend.
Ich vergebe 5 von 5 Buchewigkeiten.

Eure Ju

{Rezension} "Orange 2"













Titel: Orange 2
Autor. Ichigo Takano
Verlag: Carlsen Manga!
Seiten: 208


Inhalt

"Ich schreibe diesen Brief, damit ich mit 16 Jahren nicht die gleichen Fehler begehe."
Ein Brief aus der Zukunft verstört die junge Naho, denn ihr zukünftiges Ich teilt ihr mit, dass sie etwas entsetzlich bereut und ändern will... Doch kann man gegen das Schicksal wirklich kämpfen?

Meine Meinung

Wie auch der erste Teil, wird dieser auf eine ruhige Art und Weise erzählt. Die Geschichte ist sehr bewegend und stellt den Alltag sehr nahe dar, wodurch alles noch aufrüttelnder wird. 
Feinfühligkeit gegenüber Kakeru durchzieht jede Seite, denn will Naho mithilfe des Briefes aus der Zukunft alles richtig machen. Sie beobachtet Kakeru immer und versucht seine Gefühle zu ergründen um ja keine Fehler zu machen und so seinen Selbstmord hervorzurufen. 
Die Ungewissheit, ob Naho es schafft Kakeru zu retten ist wirklich aufwühlend. Denn die Gegenwart weicht immer mehr von den Erzählungen in dem Brief ab und somit kommt Unsicherheit in Naho auf, denn hat sie Sorge das ihr deshalb Fehler unterlaufen und sie ein Unheil nicht verhindern kann. 
Auch wenn es teils wirklich kitschig erscheint, so wiegt trotzdem noch wirkliche Freundschaft und die Achtsamkeit gegenüber anderen vor. 
Es wird gezeigt, dass der Tod eines Freundes oder nahen Verwandten einen für das ganze restliche Leben prägt und nicht zu vergessen ist und meist auch jede Menge Selbstvorwürfe entstehen lässt. 
Eine interessante Stelle fand ich, als im Unterricht über die Möglichkeit einer Zeitreise, durch eine Zeitmaschine oder ein schwarzes Loch gesprochen wurde. Durch Widersprüche, die eine solche Zeitreise jedoch hervorrufen würde, müsste eine Parallelwelt entstehen und somit würden mehrere Vergangenheiten und Zukünfte geschaffen werden. Diese Theorie verschiedener Paradoxen hat mich wirklich fasziniert.

Fazit

Ein wirklich feinfühliger und bedachtsam erzählter Manga, der dem Alltag etwas Magie beigibt durch die Möglichkeit die Zukunft zu verändern. 
Durch die immerzu offene Frage, ob man das Schicksal so einfach verändern kann um weniger bereuen zu müssen, wird Spannung aufgebaut, die regelrecht aufwühlend ist.
Ich gebe 5 von 5 Buchewigkeiten für diese einfühlsame Geschichte.

Eure Ju

Sonntag, 16. April 2017

{Rezension} "Orange 1"













Titel: Orange 1
Autor: Ichigo Takano
Verlag: Carlsen Manga!
Seiten: 224



Inhalt:

"Liebe Naho..."
...nicht ungewöhnlich, dass ein Brief an Naho mit dieser Anrede beginnt. Aber da will doch jemand tatsächlich Naho Takamiya weismachen, dass ihr zukünftiges Ich sich selbst diesen Brief geschrieben haben soll!
Ein Brief aus der Zukunft?! Naho glaubt das natürlich erst nicht, doch dann geschehen die Dinge wirklich so, wie sie in dem Brief beschrieben wurden. Etwas Schlimmes scheint sich in ihrem Leben anzubahnen, und sie beschließt, das Schicksal zu ändern...

Meine Meinung:

Zu Beginn fragt man sich sicher was dieser Titel mit der Handlung zu tun hat. Was hat Zeitreisen mit einer Zitrusfrucht zu tun? Dies erklärt eine Szene selbst. Die Protagonistin Naho trinkt in ihrem Zimmer einen Orangensaft geprägt von dem eigenen Liebeskummer. Für sie hat dieser Saft den Geschmack von Süße und Sauer und hat deshalb etwas trauriges an sich, denn haftet die Dualität des Seins an ihr. Die Süße, welche Liebe und Freundschaft an sich haben. Und Verlust oder Trauer, die einen sauren Beigeschmack tragen.
Ich verbinde diesen Manga aber auch mit der Farbe Orange, denn hebt diese Geborgenheit und emotionale Wärme hervor, wie es auch in dieser Geschichte der Fall ist. Die orange Farbe beeinflusst Depression und Antriebsarmut im positiven Sinn und Naho versucht in dieser Geschichte Kakerus innere Dämonen zu vertreiben.
Besonders für mich war auch, dass ich mich sehr gut mit der verschiedenen Personen in den unterschiedlichen Situationen identifizieren konnte und mich hin und wieder selbst gesehen habe.
Aber ein Brief aus der Zukunft kann nicht die Charaktereigenschaften ändern. So wird Naho auch durch dieses Schriftstück nicht mutiger und traut sich nicht mehr. Und hat es überhaupt so viel Nutzen den Anweisungen des zukünftigen Ichs zu folgen? Vielleicht wirkten sich andere Handlungen schlecht auf die Zukunft aus...
Dieser Manga veranschaulicht, dass jede einzelne Handlung oder Entscheidung Auswirkungen auf die Zukunft hat. Jedes "Ja" und jedes "Nein" kann sich positiv auf Zukünftiges aufwirken, aber genauso gut Schlechtes mit sich ziehen. Das Leben besteht aus einem Geflecht aus Wegen und diese können ins Schlechte aber auch ins Gute führen, denn nichts ist vorherbestimmt. Man kann nie genau wissen, welche Folgen das eigene Tun hat, oder wie sich die Tat eines anderen auf einen selbst auswirkt.
Diese Geschichte ist sehr bewegend verpackt und spiegelt den Alltag von Jugendlichen wider, die mit verschiedenen Situationen aus ihrem Leben kämpfen. Mir war sehr oft zum Weinen zu mute, denn ergreifen in diesem Manga herzergreifende Szenen meist die Oberhand. 

Wäre das nicht cool, wenn man in die Vergangenheit reisen könnte? Oder wenigstens seinem früheren Ich einen Brief schicken könnte wie Naho es gemacht hat? Oder heißt es: ...wie Naho es machen wird? Immerhin schickt sie aus der Zukunft einen Brief in die Gegenwart, also eigentlich die Vergangenheit der zukünftigen Naho...eigentlich müsste es eher heißen: ...wie Naho es gemacht haben wird? Also bräuchte man für solche Fragen nicht das Futur 2?
Was würdet ihr eurem Vergangenheits-Ich sagen? Gibt es Dinge, die ihr bereut und welche ihr gerne durch solch einen Brief ungeschehen machen würdet? Oder Entscheidungen, die ihr falsch getroffen habt und deren Umkehrung ihr euch wünscht? 
Im umgekehrten Fall: Was würdet ihr machen, wenn ihr einen Brief eures zukünftigen Ichs bekommt? Könntet ihr glauben, dass das real ist oder würdet ihr es eher für einen dummen Scherz halten? Was wäre wenn sich die Dinge in einem solchen Brief bewahrheiten? Hättet ihr genug Mut und Vertrauen in euch selbst um etwas zu verändern um somit weniger in eurer Zukunft bereuen zu müssen? Doch wenn ihr etwas falsch macht, könnte es doch auch geschehen, dass noch mehr Sorgen auf eurem Herzen lasten...

Anhängen an den Manga "Orange" gibt es noch einen Kapitel des Zusatzmangas mit dem Namen "Spring-Colored Astronaut". Dieser ist aber meiner Meinung nach eher geeignet für Mädchen, denn handelt er von den eineiigen Zwillingen Mami und Chiki, sowie dem perfekten und super-heißen Typen namens Yui.

Fazit:

Eine sensibel erzählte Geschichte, die sehr nahe geht, da man sich leicht mit den Charakteren identifizieren kann. Trotz der "Magie", die in der Zeitreise steckt ist es sehr realistisch und deswegen wirklich bewegend.
Ich vergebe 5 von 5 Buchewigkeiten.

Eure Ju

Mittwoch, 12. April 2017

{Gedicht} Eine Welt unter der Bettdecke

Ich liebe es meine Gefühle oder meinen Zustand oder Sonstiges in Worten zu Papier zu bringen und meinst ist es am einfachsten für mich dies in ein Gedicht umzuformen. Der Gedanke an die Nächte die ich heimlich lesend unter der Bettdecke verbringe hat mir die Idee zu diesem Gedicht hier gegeben.

Eine Welt unter der Bettdecke

Schummriges Licht erleuchtet die Decke 
eine glänzende Lampe beleuchtet die fasrigen Buchseiten, welche sich fein unter den    Fingern anfühlen
erhellt werden die schwarzen Linien, die sich zu Buchstaben entwickeln
beschienen die zarten Verschlingungen, welche die form von Wörtern annehmen
die düstere Beleuchtung lässt Sätze erkennen
eine Geschichte wird in dem gedämmten Licht erzählt
Eine Welt unter der Bettdecke

Gesättigt ist die Luft um das Mädchen herum 
sie saugt sich mit Wörtern voll
voll mit literarischen Wörterwelten senkt sie sich herunter und erschwert das Luftholen
erhitzt ist der Sauerstoff durch den Atem des Mädchens
die Taschenlampe wirft dunkle Schatten in das porzellanfarbene Gesicht
Schweißperlen bilden sich auf seine Stirn in dem gedämmten Raum
Eine Welt unter der Bettdecke

Ihre Augen werden niedergerungen
die Traumwelt will über das Mädchen siegen
erbittert hält es dagegen
mit eisernem Willen ficht es die Müdigkeit an
rot ziehen sich die feinen Adern durch seine Augen
bei einem Gähnen entblößt es seine kleinen, strahlendweißen Zähne 
Eine Welt unter der Bettdecke

Donnerstag, 6. April 2017

{Rezension} "Extra - Wer kennt dein Gesicht"













Titel: Extra - Wer kennt dein Gesicht
Originaltitel: Extras
Autor: Sott Westerfeld
Verlag: Carlsen
Seiten: 432



Band vier der spannenden Uglie-Pretty-Special-Serie

Inhalt

Keine Extra mehr sein! Das ist es, was sich Aya am Meisten wünscht. Endlich zu denen gehören, die jeder kennt, denn in Ayas Welt bedeutet Bekanntheit alles. Schließlich gibt es, seit die Rebellin Tally das Special-Regime gestürzt hat, eine neue Ordnung. Nicht mehr Schönheit entscheidet über ein glückliches, unbeschwertes Leben, sondern Ruhm.
Als Aya zufällig eine Clique aufspürt, die nachts verbotene Aktionen durchzieht, glaubt sie einen Weg ins Rampenlicht gefunden zu haben. Aber die "Schlauen Mädchen" misstrauen ihr. Und sie verbergen etwas, eine Entdeckung, die die schöne neue Welt - und Ayas Leben - für immer verändern könnte!

Meine Meinung:


Leider klingt der Klappentext vielversprechender als das endgültige Buch. 
Es ist eigentlich eine ganz neue Geschichte, auf die ich auch verzichten hätte können.
Vor allem am Anfang gibt es vieles, das den vorhergehenden Teilen, insbesondere dem ersten Band, sehr ähnelt. Parallelen werden aufgewiesen und nehmen so einen Großteil der Spannung. So zum Beispiel hat, wie Tally in den Büchern zuvor, Aya ein Ziel, dessen Verwirklichung sie auf jeden Fall anstrebt. Also konnte ich mir ungefähr ausmale, welches Ende dieses Buch nehmen würde und wurde dementsprechend überrascht, das heißt so ziemlich gar nicht...
In diesem Buch herrscht nicht das Ideal der Ästhetik vor, sondern Berühmtheit. Also spiegelt auch dieser Band einen Teil unserer Gesellschaft dar. Das Buch beschreibt, was das Streben von Aya in der Öffentlichkeit zu stehen. Mit verschiedenen Videos oder Organisationen versuchten die Menschen einen höheren Rang in der Gesellschaft anzunehmen. Deshalb finde ich das Detail, dass das asiatische Mädchen auf dem Cover Kameralinsen als Augen hat, ganz gut. 
Für mich ist jedoch etwas unlogisch, wie sie in dem Buch innerhalb von drei Jahren ein ganzes System umstellen wollen...vielleicht schätze ich das auch falsch ein, aber ich hätte gesagt, um von einer Gesellschaft, die bloß auf Perfektion bezüglich des Aussehens aus ist, eine Gemeinschaft zu schaffen, in der das eigene Gesichtsranking die größte Rolle spielt, man länger braucht.
Aya Fuse entdeckt dann die "Schauen Mädchen" durch deren Aktionen sie an Publizität gewinnen will. Als Freundin schleust sie sich bei ihnen ein, um die "Schlauen Mädchen" heimlich auf Schritt und Tritt bei ihren Machenschaften zu filmen. Dabei ist ihr ihre Kamera Moggle zu Hilfe. Doch will die Gruppe der, sich nach einem Adrenalinkick sehnenden Mächen nicht im Rampenlicht stehen um geblendet zu werden und das würden sie, wenn Aya diese Geschichte loskickte. Das heißt, wenn Aya die Aktionen der "Schlauen Mädchen" veröffentlicht, diese auch im Ansehen steigen und so bei ihren Tätigkeiten für Nervenkitzel auch verhindert werden. Hier wird mir Aya schon richtig unsympathisch, denn würde sie ihre Freundinnen verraten, nur um in der Öffentlichkeit zu stehen und berühmt zu werden. Auch im Rest des Buches ist sie immer darauf aus eine Berühmtheit zu werden, so wie Tally in dem ersten Band unbedingt die Schönheit anstrebte.
Wie auch der Beginn gleicht das Ende seinen Vorgängern. Der Schluss entspricht fast dem von "Special" und somit verlor das Buch rasch an Interesse für mich. Des Öfteren konnte Spannung aufgebaut werden, doch zog sich diese dann nicht durch, sondern sank ab in Vorhersehbarkeit.
Etwas anregender wir es jedoch, als Tally in das Leben von Aya tritt. Wo Tally in den ersten drei Teilen für mich noch eher naiv gewirkt hat, strahlte sie hier auf gewisse Weise Erlebnisse aus. Was heißen soll, dass sie einen reiferen Einruck erwirkt und die Last vieler Geschehnisse versucht sie zu erdrücken. Die Stärke, die sie entwickelt hat, kann ihr niemand nehmen, nicht so wie die Bekanntheit von Aya und den anderen Bewohnern.

Fazit:

Eine gute Idee, doch ähnelt dieses Buch einfach zu sehr seinen Vorgängern und hält somit keine Überraschungen bereit. Darum vergebe ich 2 von 5 Buchewigkeiten.

Eure Ju

{Rezension} "Special - Zeig dein Wahres Gesicht"












Titel: Spezial - Zeig dein wahres Gesicht
Originaltitel: Specials
Autor: Scott Westerfeld
Verlag: Carlsen
Seiten: 384


Band drei der spannenden Ugly-Pretty-Special-Serie

Inhalt

Tally war immer schon alles andere als durchschnittlich, doch eine Operation hat sie endgültig zu etwas Besonderem gemacht. Jetzt ist sie beängstigend schön, gefährlich stark, atemberaubend schnell - genau das, was sie in ihrem alten Leben fürchtete: eine Special, dazu geschaffen, die Uglies und Pretties unter Kontrolle zu halten. 
Als Rebellen aus Smoke in der Stadt auftauchen und ihre gefährlichen Ideen verbreiten, erhält Tally Gelegenheit, ihre Loyalität zu beweisen. Sie soll den neuen Unterschlupf der Smokies aufspüren und der Sache so ein Ende setzen. Tally ist bereit, doch ihr Weg durch die Wildnis steckt voller Überraschungen - und voller Erinnerungen. Denn einst war sie selbst eine Smokey.

Meine Meinung

Das Cover ist, wie das des zweiten Bandes, nicht passend. Denn sollten Specials Eisigkeit und Stärke verlauten und schon alleine ihr Aussehen soll Angst verbreiten. Das ist jedoch bei dieser Abbildung nicht der Fall. Tally sieht hier bloß aus wie eine etwas rebellische Jugendliche, die ihren Eltern eins auswischen will, indem sie sich schwarz kleidet und im Gesicht tattoowieren lässt um noch aufsässiger zu wirken.
Mich konnte der dritte Band im Endeffekt aber am Meisten überzeugen. Denn finde ich Tallys Sichtweise als Schlitzerin genial und mitreißend. Ihr Charakter verändert sich durch die OP zur Special, ihre grundlegenden Charakterzüge jedoch bleiben gleich. 
Ich finde das Einbringen der Schlitzer überhaupt sehr gut, denn beziehen sie sich auf die Ritzer der heutigen Zeit, die sich Schmerz zufügen um sich selbst wieder zu spüren. um "eisig" zu bleiben ritzen sie sich oder durchleben aufreibende Aktionen.
Auch die Sicht, welche Tally gegenüber Pretties und Uglies entwickelt hat, ist interessant. Die Pretties werden bloß als unterbelichtet dargestellt und die Uglies nehmen eine beklagenswürdige Rolle ein. Denn bekanntermaßen stehen die Specials über allen anderen.
Tally ist mir sehr oft unsympathisch erschienen in diesem Teil. Sie handelt durch und durch aus den Instinkten einer Special heraus und verhält sich meist ziemlich überheblich. Die Schwäche von Zane erregt Übelkeit in ihr und sein Zittern überschwemmt sie mit Ekel.
Wie aber auch in den Büchern zuvor schafft sie es ihr operiertes Denken zu durchbrechen um zu erkennen wie falsch diese Denkweise eigentlich ist. Sie versucht sich ihrer selbst wieder gewahr zu werden und zu identifizieren, wer sie denn nun eigentlich war, denn immer wieder wurde sie gegen ihren Willen durch Operationen umgepolt. Gibt es die alte Tally überhaupt noch? Oder wurde sie zu oft wie eine Porzellanvase zerbrochen um dann wieder zusammengesetzt zu werden?
Tallys Freundschaft zu Shay ist jedoch etwas schleierhaft für mich...es heißt zwar, dass gute Freunde durch dick und dünn gehen, doch bei den beiden ist dies in extremst Form und immer wieder fügen sie sich geistig Schmerzen zu um sich später dann wieder anzufreunden. Dies ist mir etwas schleierhaft, denn auch wenn ich dafür bin, dass Freundinnen immer füreinander da sein sollten, egal wie schlimm die Situation ist und auch nach einem Streit wieder zueinander finden sollten, ist das hier nach so viel Problemen etwas unrealistisch für mich.
Ich empfand den Schreibstil als ganz okay, doch gab es für mich zu viele Wiederholungen. Manchmal fehlen mir auch die ausführlichen Beschreibungen um mir verschiedene, unbekannte Dinge besser vorstellen zu können. Denn ist dies eine ziemlich fremde Welt und neue technische Entwicklungen liegen vor, sodass man einfach Erläuterungen benötigt um sich besser zurecht zu finden.
Ich finde es gut, dass nicht immer alles positiv ist in diesem Buch, und auch düstere Stimmung ihren Platz findet, sowie auch Tränen vergossen werden können. Toll war auch Tallys epischer Abgang zum Schluss...doch erläutere ich dies nicht genauer um nicht zu spoilern...

Fazit

Ein wirklich guter Abschluss dieser Trilogie, der wie auch seine Vorgänger ein paar Schwächen aufweist, aber dank seiner spannenden Handlung flüssig zu lesen ist.
Deshalb vergebe ich 4 von 5 Buchewigkeiten.

Eure Ju