Samstag, 22. Juli 2017

{Rezension} "Wenn gestern unser morgen wäre"














Titel: Wenn gestern unser morgen wäre
Autorin: Kristina Moninger
Verlag: Feuerwerke
Seiten: 298

Was wäre, wenn ich eine 2. Chance bekäme? Was würde ich ändern, was wiederholen?

Inhalt

Sarah hat innerhalb weniger Tage so ziemlich jeden Fehler begangen, den sie begehen konnte. Als sie inmitten dieses Chaos ausgerechnet Matt vors Auto läuft, ist plötzlich nichts wie zuvor. Die Uhren wurden zurückgedreht und all das, was in der Woche vor dem Unfall passiert ist, scheint ungeschehen. Sara hat nun die unbezahlbare Möglichkeit, die wichtigsten Tage ihres Lebens noch einmal neu zu erleben. Um endlich alles richtig zu machen. Aber irgendwie sind ihr Kopf und ihr Herz sich nicht ganz so einig darin, was eigentlich richtig und was falsch ist ...

Meine Meinung

Mein Dank gilt Kristina Moninger, dass ich dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt bekommen habe. (Ist das ein deutscher Satz? ... Ich denke schon ...)

Was würde ich ändern, wenn sich die Zeit auf magische Weise zurückdrehen würde?
Ich denke, diese Frage hat sich schon so ziemlich jeder gestellt. Immerhin läuft niemandes leben einwandfrei. Wir tun Dinge, deren Rückgängigmachung wir uns erhoffen. Leider jedoch ist niemandem die Kraft geschenkt, Handlungen umzukehren. 
Wenn die Zeit zurück gestellt würde, wäre mein erster Gedanke wahrscheinlich der, dass die Leute in meiner Umgebung mich verarschen wollen. Deren erste Handlung wäre wohl, mich in die Irrenanstalt einzuweisen ...

Auch wenn ich wirklich kein Fan von Pink- und Rosatönen bin, finde ich das Cover sehr schön, denn ist es in zarten und weichen Farben gehalten.
Sara wird 10 Tage in die Vergangenheit katapultiert, weshalb der Titel strenggenommen "Wenn gestern unser überüberüberüberüberüberüberübermorgen wäre" heißen müsste. Aber ... naja ... wahrscheinlich war nicht so viel Platz am Cover. 
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, weshalb ich das Buch innerhalb von zwei Tagen fertig gelesen habe. (Shame on me, dass es nicht nur ein Tag war ...) 
Zu Beginn wird das Ganze etwas durch den Schreibstil in die Länge gezogen, aber man kommt immer mehr hinein und die Story gewinnt auch an Geschwindigkeit.
Das Buch versendet einige kleine Signale, um zum Nachdenken anzuregen. Doch bei all diesen Botschaften bezieht die Autorin nicht Stellung, sondern die Charaktere wiegen die Pros und Kontras ab.
Etliche Fragen über das Leben werden einem an den Kopf geworfen. Man wird mit Überlegungen wie "Was ist im Leben wichtig, um wirklich glücklich zu sein?", "Wann kann man ohne schwerwiegende Folgen von den eigenen Zwängen loslassen und frei sein?" und "In welchen Situationen ist es passend, einfach das zu tun, was man will?" konfrontiert.
Dieses Buch umfasst nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern behandelt auch zwischenmenschliche Beziehungen und ebendiese Fragen über das Leben. 
Besonders wichtig ist auch, welche Fehler einen Sinn haben. Welche Fehler man wiederholen würde und auf welche man am besten nicht noch einmal macht wenn an eine zweite Chance bekommt. Wie nutzt man eine 2. Chance bestmöglich? Was lohnt sich zu ändern, um es nicht später zu bereuen? Aus welchen Fehlern kann ein Keim aus Besserem sprießen?
Kristina Moninger hat unaussprechlich tiefgehende Charaktere erschaffen. Alle Personen, die durch diese Geschichte wandern, sind vielseitig, einzigartig und sehr menschlich. Die meisten haben sofort Sympathie in mir geweckt. Mit ein paar Persönlichkeiten musste ich erst ein wenig warm werden. 
Sara durchläuft eine riesige Entwicklung. Am Anfang wirkt sie ziemlich spießig und ein wenig zickig. Sie kann ihre Maske der Perfektion nicht ablegen, weil sie so aus ihrer Komfortzone treten müsste. Sie hat Angst, mit ihrem wahren Ich nicht zu genügen.
Die Reise in die Vergangenheit liefert Sara wie auch einem als Leser viele wichtige Erkenntnisse und macht sie zu einer Person, in der man den Menschen zu Beginn des Buches nicht wiedererkennt. 
Besonders gut gefallen hat mir Saras Einstellung gegenüber dem Verliebtsein und dem Gefühl von Schmetterlingen im Bauch.

Fazit

Ein Roman, in dem nicht nur Liebe, sondern auch Fragen über das Leben und was man für das Glück braucht einen Platz finden.
4,5 von 5 Buchewigkeiten sind daher wirklich verdient.

Eure Ju

Donnerstag, 20. Juli 2017

{Rezension} "Chaos - The Brother Story"













Titel: Chaos - The Brother Story
Autor: Alec Xander
Verlag: Amazon Media
Seiten: 368

Chaos. Für die beiden Teenager ist es nicht nur irgendein Wort, es beschreibt ihr komplettes Leben.

Inhalt

Bastian wird in der Schule verachtet und von Gleichaltrigen gehasst. Für seine dominante Mutter ist der Schüler nichts weiter als eine unbezahlte Arbeitskraft und für viele andere Erwachsene, die in der Plattenbausiedlung leben, ist er ein bizarrer Junge.
Lucas hingegen ist ein draufgängerischer Typ mit großer Klappe. Aufgewachsen bei einer Pflegefamilie und abgeschoben in ein Heim, weiß er sich gekonnt zu wehren.
Die beiden Jugendlichen lernen einander kennen und lieben. Doch ihr Leben wäre kein Chaos, wenn sie nach all den Jahren der Einsamkeit endlich das Glück auf ihrer Seite hätten. Ein dunkles Geheimnis kommt ans Licht und die beiden erfahren, dass sie mehr als nur die Liebe miteinander verbindet.
Das Chaos nimmt seinen Lauf.

Meine Meinung

Danke an Alec Xander, dass ich dieses Buch zum Rezensieren zugeschickt bekommen habe.
Chaos. Ein Wort, das das Leben von Bastian und Lucas beschreibt. Bei mir trifft dieses Wort auf mein Zimmer zu. :P
Das Cover wirkt dank seiner Schlichtheit in diesem lachsfarbenen Ton und der einfach schwarzen Farbe anziehend.
Dieses Buch zeigt nur die schlechte Seite der Jugend. Oder überhaut von der Bevölkerung Deutschlands. Man hätte auch ein bisschen Positivität einbauen können und nicht alles so abwertend betrachten müssen. Vielleicht bin ich auch bloß zu gutgläubig und sehe nicht, dass es so extrem schlimm steht mit unserer Gesellschaft. Natürlich ist mir Mobbing und Ähnliches nicht unbekannt, aber wenn es so schlimm ist, dann bin ich wirklich blind.
Ich finde es gut, dass es eine Geschichte mehr über Homosexualität auf dem Markt gibt. Leider wird dieses Thema in den Schulen zu selten näher besprochen, weshalb viele diesbezüglich unaufgeklärt sind und Homophobie entwickeln.
Der Plot Twist wird durch den Titel ruiniert. Man wäre eher überrascht, wenn an "Chaos" nicht noch "The Bother Story" angehängt würde. Aber so kann man sich schon denken, dass rauskommt, dass Bastian und Lucas Geschwister sind. 
Für mich war das Lesen eher ein Kampf bis zum Schluss. Das Benutzen der "Assisprache" oder des sogenannten "Dönerdeutsch's" ist gut gemacht, aber für mich persönlich nichts. Ich bevorzuge es, der Sprache wenigstens ein bisschen Respekt entgegen zu bringen. Aber wie gesagt: Das ist mein Empfinden und so muss es nicht jedem gehen.
Für mich persönlich ist in dem Buch zu viel Gefühlsduselei. Emotionen sind ja schön und gut, aber mir wurde es hier einfach zu viel.
Was ich gut fand, war das offene Ende, auch wenn mir nicht gefallen hat, wie es zu Ende gegangen ist. Der Schluss kommt mir unglaubwürdig und äußerst übertrieben vor. 
Im Großen und Ganzen fehlen mir hier die Worte. Aber leider nicht im positiven Sinne. Ich weiß nicht ganz, was ich schreiben soll, um meine Meinung bezüglich der Handlung rüber zu bringen, aber nicht zu viel von dem Buch zu verraten. Denn egal, wie wenig es mir gefallen hat, ich spoilere nicht gerne.

Fazit

Leider hat es dieses Buch über Homosexualität nicht geschafft mich zu überzeugen.
Darum bekommt es 2 von 5 Buchewigkeiten von mir.

Eure Ju

{Rezension} "Millionaire's Rock - Sein geheimes Leben"














Titel: Millionaire's Rock - Sein geheimes Leben
Autorin: Karin Koenicke
Verlag: Amazon Media
Seiten: 262

Inhalt

Scott Kerrington hat mächtigen Ärger am Hals. Der Deal, mit dem er seinen Konzern retten will, steht vorm Platzen und der Aufsichtsrat droht mit Konsequenzen. Um Druck abzulassen nimmt Scott sich gern eine Frau mit ins Schlafzimmer oder eine Gitarre zur Hand - nach fünf Whiskys ausnahmsweise auf der Bühne einer Bar. 
Journalistin Allyson hasst drei Dinge: Lakrizebonbons, die Firma des arroganten Scott Kerrington und neuerdings die Boston New Gazette, denn dort hat man ihr gekündigt. Ihre einzige Chance wäre, eine Knallerstory aufzutreiben. Doch wo findet man die? Der Auftritt einer Rockband in Jimmy's Musicbar lässt sie eine äußerst heiße Fährte aufnehmen ...


Meine Meinung

Mein überaus großer Dank gilt Karin Koenicke, die mir dieses Buch zum Lesen zur Verfügung gestellt hat.
Durch Karin Koenickes Schreibstil kann man die Musik förmlich spüren, die Scott mit der Band Evil Medicine spielt. Die Liebe zur Musik von der Autorin ist nicht zu übersehen und auch in meinem Kopf hat immer der Beat der Gitarre pulsiert während des Lesens.
Immer abwechselnd wird die Geschichte aus der Sicht von Allyson und Scott erzählt, wodurch einem der Blick in die Gefühls- und Gedankenwelt beider ermöglicht wird. 
Koenicke benötigt nur wenige Worte, um einen vollkommen für das Buch zu begeistern. Den Sog des Schreibstil habe ich auch schon bei ihrem Buch "Sweet Surprise" erlebt. Man kann das Buch nicht aus der Hand legen und nach dem Lesen ist es einem unmöglich zu realisieren, dass man fertig ist. Nicht anders zu vermuten ist Karin Koenicke ein wunderbarer Aufbau der Spannung und der Handlung gelungen.
Das Aufeinandertreffen von Allyson und Scott, die aus so unterschiedlichen Welten stammen, ist super gemeistert und konnte mich wirklich begeistern.
Scott springt bei der Band Evil Medicine als Gitarrist ein, da der eigentliche Musiker wegen Drogenproblemen verhindert ist. Blöd nur, dass Allyson hinter sein Geheimnis kommt und dies ausnutzen will. Für Allyson ist Scott der Grund des Schlaganfalles ihrer Mutter, da diese bestimme pharmazeutische Mittel seines Konzernes nicht vertragen hat. Darum will sie das Wissen über seine geheime, kurzzeitige Identität ausnutzen und für einen Artikel verwenden, um ihrer Kariere bei dem Sprung nach oben zu helfen und Scott einen Strich durch die Rechnung zu machen. Sie gibt sich kurzerhand als das Groupie Gina aus und steigt mit ihm ins Bett, damit sie Fotomaterial als Beweis sammeln kann. Scott aber sieht mehr in ihr als nur das Groupie, immerhin weiß er nicht, welche Ziele Allyson in Wirklichkeit verfolgt ...
Wie von Karin Koenicke nicht anders zu erwarten hat sie zwei sehr menschliche und eigene Protagonisten erschaffen. Auch wenn sie oft grundverschieden wirken, weisen sie auch ein paar Parallelen auf. Beide wirken zum Beispiel oberflächlich betrachtet überaus rücksichtslos. Scott, wenn es um seine Arbeit im Konzern geht und Allyson bei dem Recherchieren über ihren Artikel.

Fazit

Nach "Sweet Surprise" konnte mich auch dieser Roman von Karin Koenicke in den Bann ziehen und mit einem tollen Spannungsaufbau bis zum Ende festhalten.
Ich vergebe 4, 5 von 5 Buchewigkeiten.

Eure Ju

Samstag, 15. Juli 2017

{Rezension} "Ein neuer Anfang"














Titel: Ein neuer Anfang
Autor: Brenda Kennedy
Verlag: Translantic Verlag
Seiten: 209

Teil eins der Starting-Over Trilogie.

Inhalt

Durch das Erbe ihrer Tante erhält Angela Perez in Florida die Chance auf einen bitter nötigen Neuanfang. Sie zieht in das kleine Cottage am Siesta Key Beach und beginnt ihren neuen Lebensabschnitt, fernab von ihrer düsteren Vergangenheit und ihrem gewalttätigen Ex-Freund. In ihren beiden Arbeitskolleginnen Brea und Sara findet sie schnell Freundinnen. Die beiden arrangieren für sie ein Blind Date mit dem gut aussehenden Dr. Mason Myles, der seit dem Vertrauensbruch in seiner letzten Beziehung all seine Energie in die Arbeit im Krankenhaus steckt. Als sich eine neue Liebe zwischen den beiden anzubahnen scheint, merken sie jedoch schnell, dass sie ihre eigene Vergangenheit nicht so einfach hinter sich lassen können. Ein Kampf um die Liebe beginnt. 

Meine Meinung

Ein Danke an Lovely Books, wo ich dieses Buch gewonnen habe.
Das Cover harmoniert farblich ziemlich gut, aber ich bin leider kein großer Fan, wenn Menschen darauf abgebildet sind. Das bremst meine Vorstellungskraft.
Die Grundidee dieses Buches bietet sicher jede Menge Ideen und eine gute und recht solide Grundlage, aber an der wirksamen Umsetzung und dem gewinnenden Ausbau fehlt es hier. 
Alle Konversationen und der sonstige Text kommen mir vor wie leere, aneinandergereihte Phrasen. Diese Geschichte wäre an sich sehr emotional und bewegend, aber leider kommen die Emotionen nicht gut rüber. Auch der Schreibstil im Generellen konnte mich nicht wirklich für sich gewinnen. Ich musste mich teilweise ziemlich durch das Buch kämpfen. Es gibt jede Menge Wortwiederholungen, die das flüssige Lesen unfassbar erschweren. Das Wort Gebrauchsanweisung trifft für mich diesen Roman sehr gut. 
Der Fokus des Lesers wird sehr auf unwichtige Sachen gelegt. Das hat das Lesen für mich auch nicht wirklich erleichtert. Der Neuanfang von Angela und der Grund dafür hätte mehr in den Vordergrund gestellt werden können und sollen. Stattdessen wurden einem stellenweise zum Beispiel Zimmer und ihre Einrichtung ausführlichst näher gebracht. Das erhöht den Langeweile-Faktor unglaublich. 
Außerdem fehlt es oft nach oder vor Anführungszeichen an Leerzeichen, was zumindest für mich ziemlich nervtötend war.
Eine positive Eigenschaft des Buches ist der Sichtwechsel von Angela und Mason. So wird einem ein Blick in die Gefühlswelt nicht nur einer Person gewährt. Wobei, wie schon erwähnt, diese Gefühlswelt nicht gut ausgebaut ist und mich an eine einsame Insel abgeschottet von anderem Leben, umgeben von eisigem Wasser erinnert hat.
Mason ist extrem überfürsorglich, was nach der Zeit überaus anstrengend ist. Jedes Mal erinnert er Angela daran, sich im Auto anzuschnallen oder die Haustür zuzusperren, etc.. Mir persönlich liegt Sorgfalt auch am Herzen, aber mir wurde das eindeutig zu viel! 
Die Welt von Masons Freunden scheint ziemlich Friede-Freude-Eierkuchen. Es wirkt, als hätte nur Angela eine überaus unangenehmen Vergangenheit und als könne das Leben der anderen gar nicht besser laufen. Dieser Eindruck kann auch daher kommen, dass auf das Leben der Freunde nicht näher eingegangen wird.
Der gut gelungene Kliffhanger macht sehr gespannt auf den folgenden Band, obwohl ich nicht sicher bin, ob ich diesen lesen werde, da mich schon dieser Teil nicht überzeugen konnte.

Fazit

Leider konnten mich der Schreibstil und die Umsetzung der eigentlich guten Grundidee nicht für das Buch gewinnen, weshalb ich sehr wahrscheinlich auch nicht die Folgebände lesen werde.
Von mir gibt es mickrige 2 von 5 Buchewigkeiten.

Eure Ju

Freitag, 14. Juli 2017

{Das Wort zum Sonntag} Märchen


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Es ist zwar schon Freitag, aber ich habe mich trotzdem dazu entschlossen bei dem Wort zum Sonntag von Gedanken-Vielfalt mitzumachen. In dieser Rubrik kann jeder seinen Senf zu einem Thema abgeben und das mache ich liebend gerne. :P
Außerdem ist es immer interessant sich mit verschiedenen Themen auseinanderzusetzen und auch die Meinung anderer kennen zu lernen. 

Als ich noch jünger war, habe ich Märchen über alles geliebt (tue ich auch heute noch) und wenn ich so zurückschaue, sind diese wohl der Grund für meine Liebe zu Büchern.
Märchenbücher sind, glaube ich, die einzigen Bücher, die ich mehr als einmal gelesen habe.
Des Nachts, um in einen tiefen Schlaf zu fallen, habe ich Märchen-Hörbüchern gelauscht und ich kann bis jetzt noch alle halbwegs auswendig.
Ich habe es geliebt, im Fernsehen die Sonntagsmärchen oder auch "SimsalaGrimm" anzuschauen und genieße es auch noch heute.
Der Meinung, dass Märchen Kindergeschichten sind, kann nicht keinesfalls zustimmen. Märchen haben zu Beginn vielmehr der Unterhaltung von Erwachsenen gedient als der von Kindern. Einer der Dichterfreunde der Grimms hat darauf hingewiesen, dass diese Märchen nicht jugendfrei sind, wonach die beiden Brüder sie auch für jüngere Leser lesbar gemacht haben. So stellten sie die Erotik und Liebe in den Hintergrund und machten hauptsächlich Freundschaftsgeschichten daraus. Dadurch entstehen etwas unverständliche Szenerien. Rapunzel zum Beispiel bekommt am Schluss Zwillinge, wobei in der ganzen Geschichte nicht ausgeführt wird, wie sie geschwängert wird. Bei der ersten Auflage dieses Märchens werden die heißen Nächte in dem Turm mehr ausgeführt.
Meine erste Assoziation mit dem Wort Märchen sind die Brüder Grimm, obwohl ich auch Andersens oder Kästners Märchen gerne gelesen habe. 
Ich finde es oft sehr schade, das den meisten nur Märchen wie Rotkäppchen, Aschenputtel oder Dornröschen bekannt sind. Aber die Welt der Märchen zieht sich viel weiter. 
Jedes einzelne Märchen lehrt einen auf seine eigene Weise etwas. In jedes einzelne Märchen kann man verschiedene Dinge hineininterpretieren, zumindest meiner Meinung nach.
Mir fällt es unglaublich schwer mein Lieblingsmärchen zu benennen, denn verbinde ich jede einzelne Geschichte mit etwas anderem, wodurch mir das nicht leicht fällt.

Hier noch ein paar Fakten zu dem Thema "Märchen", um mit meinem Wissen aus dem Internet angeben zu können:

-Das Wort Märchen leitet sich von dem mittelhochdeutschen Wort maere ab, das so viel  bedeutet wie Kunde, Bericht oder Nachricht. 
 Märchen sind Prosatexte und in der Lyrik unterscheidet man zwischen Volks- und  Kunstmärchen. 
 > Kunstmärchen: von einem namentlich bekannter Autor erfunden
 > Volksmärchen: vorerst über lange Zeit hinweg mündlich überliefert, sodass sich kein                                     Urheber herausfinden lässt
-In Märchen herrscht eine Raum- und Zeitlosigkeit, die in Sagen, Legenden oder Fabeln  nicht zu finden ist.
-Natur- und Kausalgesetze werden in Märchen durch sprechende Tiere oder das Auftreten  von Fabeltieren aufgehoben.
-Die Handlung verfolgt immer den gleichen Verlauf von dem Helden der auszieht, plötzlich  einem Problem in die Augen blicken muss oder sich einer Schwierigkeit gegenüber sieht  und dieses lösen muss.
-Die Handlungen werden meist von typisierten, namenlosen Personen wie dem König oder  der Hexe durchgeführt. Manchmal bekommen die Menschen auch Allerweltsnamen wie  Hans oder Gretel oder sie haben sogenannte "sprechende" Namen, die ihr inneres Wesen  charakterisieren. 

Wie steht es bei euch so mit der Märchenwelt? 
Was sind eure Lieblingsmärchen?
Was verbindet ihr mit verschiedenen Märchen?
Welches Wissen besitzt ihr über diese Prosatexte?

Liebe Grüße, eure Ju

Samstag, 8. Juli 2017

{Rezension} "Tabu"














Titel: Tabu
Autor: Valentin Zahrnt
Verlag: Selfpublisher
Seiten: 259

Inhalt

Weiße Sandstrände, unberührte Wildnis, zerklüftete Vulkanmassen inmitten des Pazifiks. Doch eine Insel in dem polynesischen Paradies ist vom Militär gesperrt, von den Einheimischen verflucht. Sie ist unvergleichlich schön. Und sie birgt ein tödliches Geheimnis.
Aller Warnungen zum Trotz landet eine bunt zusammengewürfelte Crew an ihrer Küste. Dennis, ein deutscher Geschichtsstudent. Der Chilene Raul, der aus seiner früheren Existenz ausgebrochen ist. Die New-Yorker Event-Managerin Martha, im unterdrückten Konflikt mit ihrer erschlossenen Tochter Liz. Keala, eine junge Polynesierin, deren Vorfahren von der Insel evakuiert wurden. Und Gary, abgehalfterter Greenpeace-Aktivist und Kapitän des Katamaran.

Meine Meinung

Einen herzlichen Dank an Valentin Zahrnt, dass ich dieses Buch zur Verfügung gestellt bekommen habe!
Schon einmal ein Blickfang ist das Cover. Es ist in einem pergametfarbenen Ton gehalten und verleiht dem Buch dadurch, und durch die Palmen, etwas Geheimnisumwittertes.
Auch der Titel lässt einen sogleich aufhorchen.Tabu. Am präsentesten ist das Tabu, die Insel zu betreten. Aber für mich war es, als würden sich auch andere Tabus über das Buch hin verteilen. 
Sympathie für die Charaktere wurde bei mir oft von Antipathie abgelöst oder auch von Unsicherheit, ob ich diese Person mögen soll, oder nicht. Ob dieser Charakter nicht doch bloß ein falsches Spiel spielt oder ich ihn einfach irrtümlicher Dinge bezichtige. Es hat lange gedauert, bis ich ein endgültiges Urteil den Sechsen gegenüber gefällt habe und auch dieses wurde hin und wieder von Bedenken gestreut. Dadurch wurde ich auf Trapp gehalten und habe die Schritte jeder einzelnen Person so gut wie möglich verfolgt.
Wie viele bleiben am Ende über? Wer stirbt von den sechs Abenteurern? Wer muss dem Tod als Erstes entgegenblicken? Denn, sind wir einmal ehrlich, in einem Buch dieser Art stirbt doch immer irgendjemand. Alleine auf einer Insel weit weg ohne Hilfe in der Nähe, die Psyche, die mit einem durchgeht ... Da fällt meistens jemandem dem Tod zum Opfer.
Die Sechs verändern sich sehr im Laufe der Geschichte. Am Ende ist niemand mehr so, wie bei dem Betreten der Insel. Ist es möglich, dass Motu Hope sie wandelt? Oder geht hier die Fantasie mit dem grundverschiedenen Trupp durch? Kann eine Insel Einfluss auf das Wesen eines Menschen haben? Oder ist lediglich die Tatsache der Hilflosigkeit ein Grund der Verwandlung? Neben der Frage, was genau Motu Hope birgt und warum es tabu ist, sind diese Fragen die gegenwärtigsten. Nicht nur die sechs verschiedenen Urlauber werden von diesen Fragen geplagt, sonder man selbst als Leser auch.
Durch die bildhaften Beschreibungen war es, als wäre ich selbst auf der Insel mit den
Sechsen. Der Schreibstil hat mich flüssig durch das Buch getragen und meine Imagination geweckt.
Das Ende war trotz ein paar Vermutungen überaus überraschend und hat gemischte Gefühle bei mir geweckt. Einerseits gab es eine Szene, die mich fast zu Tränen gerührt hat. Diese wurde von Abscheu, Hass und Rachsucht abgelöst. Und auch Erleichterung und ein bisschen Freude waren vorhanden. 
Auch wenn das Buch im Ganzen sehr real und natürlich ist, hat es etwas mystisches an sich. Auch am Schluss des Buches kommt man nicht ganz hinter das Geheimnis von Motu Hope. Somit bleibt ein Rätsel, das die Fantasie des Lesers auch nach dem Fertiglesen um sich selbst kreisen lässt. 

Fazit

Es lohnt sich wirklich diese Reise nach Motu Hope zu wagen und sich vom sommerlich magischen Flair umgeben zu lassen. 
Von mir gibt es daher 5 von 5 Buchewigkeiten.

Eure Ju