Samstag, 8. Juli 2017

{Rezension} "Tabu"














Titel: Tabu
Autor: Valentin Zahrnt
Verlag: Selfpublisher
Seiten: 259

Inhalt

Weiße Sandstrände, unberührte Wildnis, zerklüftete Vulkanmassen inmitten des Pazifiks. Doch eine Insel in dem polynesischen Paradies ist vom Militär gesperrt, von den Einheimischen verflucht. Sie ist unvergleichlich schön. Und sie birgt ein tödliches Geheimnis.
Aller Warnungen zum Trotz landet eine bunt zusammengewürfelte Crew an ihrer Küste. Dennis, ein deutscher Geschichtsstudent. Der Chilene Raul, der aus seiner früheren Existenz ausgebrochen ist. Die New-Yorker Event-Managerin Martha, im unterdrückten Konflikt mit ihrer erschlossenen Tochter Liz. Keala, eine junge Polynesierin, deren Vorfahren von der Insel evakuiert wurden. Und Gary, abgehalfterter Greenpeace-Aktivist und Kapitän des Katamaran.

Meine Meinung

Einen herzlichen Dank an Valentin Zahrnt, dass ich dieses Buch zur Verfügung gestellt bekommen habe!
Schon einmal ein Blickfang ist das Cover. Es ist in einem pergametfarbenen Ton gehalten und verleiht dem Buch dadurch, und durch die Palmen, etwas Geheimnisumwittertes.
Auch der Titel lässt einen sogleich aufhorchen.Tabu. Am präsentesten ist das Tabu, die Insel zu betreten. Aber für mich war es, als würden sich auch andere Tabus über das Buch hin verteilen. 
Sympathie für die Charaktere wurde bei mir oft von Antipathie abgelöst oder auch von Unsicherheit, ob ich diese Person mögen soll, oder nicht. Ob dieser Charakter nicht doch bloß ein falsches Spiel spielt oder ich ihn einfach irrtümlicher Dinge bezichtige. Es hat lange gedauert, bis ich ein endgültiges Urteil den Sechsen gegenüber gefällt habe und auch dieses wurde hin und wieder von Bedenken gestreut. Dadurch wurde ich auf Trapp gehalten und habe die Schritte jeder einzelnen Person so gut wie möglich verfolgt.
Wie viele bleiben am Ende über? Wer stirbt von den sechs Abenteurern? Wer muss dem Tod als Erstes entgegenblicken? Denn, sind wir einmal ehrlich, in einem Buch dieser Art stirbt doch immer irgendjemand. Alleine auf einer Insel weit weg ohne Hilfe in der Nähe, die Psyche, die mit einem durchgeht ... Da fällt meistens jemandem dem Tod zum Opfer.
Die Sechs verändern sich sehr im Laufe der Geschichte. Am Ende ist niemand mehr so, wie bei dem Betreten der Insel. Ist es möglich, dass Motu Hope sie wandelt? Oder geht hier die Fantasie mit dem grundverschiedenen Trupp durch? Kann eine Insel Einfluss auf das Wesen eines Menschen haben? Oder ist lediglich die Tatsache der Hilflosigkeit ein Grund der Verwandlung? Neben der Frage, was genau Motu Hope birgt und warum es tabu ist, sind diese Fragen die gegenwärtigsten. Nicht nur die sechs verschiedenen Urlauber werden von diesen Fragen geplagt, sonder man selbst als Leser auch.
Durch die bildhaften Beschreibungen war es, als wäre ich selbst auf der Insel mit den
Sechsen. Der Schreibstil hat mich flüssig durch das Buch getragen und meine Imagination geweckt.
Das Ende war trotz ein paar Vermutungen überaus überraschend und hat gemischte Gefühle bei mir geweckt. Einerseits gab es eine Szene, die mich fast zu Tränen gerührt hat. Diese wurde von Abscheu, Hass und Rachsucht abgelöst. Und auch Erleichterung und ein bisschen Freude waren vorhanden. 
Auch wenn das Buch im Ganzen sehr real und natürlich ist, hat es etwas mystisches an sich. Auch am Schluss des Buches kommt man nicht ganz hinter das Geheimnis von Motu Hope. Somit bleibt ein Rätsel, das die Fantasie des Lesers auch nach dem Fertiglesen um sich selbst kreisen lässt. 

Fazit

Es lohnt sich wirklich diese Reise nach Motu Hope zu wagen und sich vom sommerlich magischen Flair umgeben zu lassen. 
Von mir gibt es daher 5 von 5 Buchewigkeiten.

Eure Ju

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