Samstag, 22. Juli 2017

{Rezension} "Wenn gestern unser morgen wäre"














Titel: Wenn gestern unser morgen wäre
Autorin: Kristina Moninger
Verlag: Feuerwerke
Seiten: 298

Was wäre, wenn ich eine 2. Chance bekäme? Was würde ich ändern, was wiederholen?

Inhalt

Sarah hat innerhalb weniger Tage so ziemlich jeden Fehler begangen, den sie begehen konnte. Als sie inmitten dieses Chaos ausgerechnet Matt vors Auto läuft, ist plötzlich nichts wie zuvor. Die Uhren wurden zurückgedreht und all das, was in der Woche vor dem Unfall passiert ist, scheint ungeschehen. Sara hat nun die unbezahlbare Möglichkeit, die wichtigsten Tage ihres Lebens noch einmal neu zu erleben. Um endlich alles richtig zu machen. Aber irgendwie sind ihr Kopf und ihr Herz sich nicht ganz so einig darin, was eigentlich richtig und was falsch ist ...

Meine Meinung

Mein Dank gilt Kristina Moninger, dass ich dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt bekommen habe. (Ist das ein deutscher Satz? ... Ich denke schon ...)

Was würde ich ändern, wenn sich die Zeit auf magische Weise zurückdrehen würde?
Ich denke, diese Frage hat sich schon so ziemlich jeder gestellt. Immerhin läuft niemandes leben einwandfrei. Wir tun Dinge, deren Rückgängigmachung wir uns erhoffen. Leider jedoch ist niemandem die Kraft geschenkt, Handlungen umzukehren. 
Wenn die Zeit zurück gestellt würde, wäre mein erster Gedanke wahrscheinlich der, dass die Leute in meiner Umgebung mich verarschen wollen. Deren erste Handlung wäre wohl, mich in die Irrenanstalt einzuweisen ...

Auch wenn ich wirklich kein Fan von Pink- und Rosatönen bin, finde ich das Cover sehr schön, denn ist es in zarten und weichen Farben gehalten.
Sara wird 10 Tage in die Vergangenheit katapultiert, weshalb der Titel strenggenommen "Wenn gestern unser überüberüberüberüberüberüberübermorgen wäre" heißen müsste. Aber ... naja ... wahrscheinlich war nicht so viel Platz am Cover. 
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, weshalb ich das Buch innerhalb von zwei Tagen fertig gelesen habe. (Shame on me, dass es nicht nur ein Tag war ...) 
Zu Beginn wird das Ganze etwas durch den Schreibstil in die Länge gezogen, aber man kommt immer mehr hinein und die Story gewinnt auch an Geschwindigkeit.
Das Buch versendet einige kleine Signale, um zum Nachdenken anzuregen. Doch bei all diesen Botschaften bezieht die Autorin nicht Stellung, sondern die Charaktere wiegen die Pros und Kontras ab.
Etliche Fragen über das Leben werden einem an den Kopf geworfen. Man wird mit Überlegungen wie "Was ist im Leben wichtig, um wirklich glücklich zu sein?", "Wann kann man ohne schwerwiegende Folgen von den eigenen Zwängen loslassen und frei sein?" und "In welchen Situationen ist es passend, einfach das zu tun, was man will?" konfrontiert.
Dieses Buch umfasst nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern behandelt auch zwischenmenschliche Beziehungen und ebendiese Fragen über das Leben. 
Besonders wichtig ist auch, welche Fehler einen Sinn haben. Welche Fehler man wiederholen würde und auf welche man am besten nicht noch einmal macht wenn an eine zweite Chance bekommt. Wie nutzt man eine 2. Chance bestmöglich? Was lohnt sich zu ändern, um es nicht später zu bereuen? Aus welchen Fehlern kann ein Keim aus Besserem sprießen?
Kristina Moninger hat unaussprechlich tiefgehende Charaktere erschaffen. Alle Personen, die durch diese Geschichte wandern, sind vielseitig, einzigartig und sehr menschlich. Die meisten haben sofort Sympathie in mir geweckt. Mit ein paar Persönlichkeiten musste ich erst ein wenig warm werden. 
Sara durchläuft eine riesige Entwicklung. Am Anfang wirkt sie ziemlich spießig und ein wenig zickig. Sie kann ihre Maske der Perfektion nicht ablegen, weil sie so aus ihrer Komfortzone treten müsste. Sie hat Angst, mit ihrem wahren Ich nicht zu genügen.
Die Reise in die Vergangenheit liefert Sara wie auch einem als Leser viele wichtige Erkenntnisse und macht sie zu einer Person, in der man den Menschen zu Beginn des Buches nicht wiedererkennt. 
Besonders gut gefallen hat mir Saras Einstellung gegenüber dem Verliebtsein und dem Gefühl von Schmetterlingen im Bauch.

Fazit

Ein Roman, in dem nicht nur Liebe, sondern auch Fragen über das Leben und was man für das Glück braucht einen Platz finden.
4,5 von 5 Buchewigkeiten sind daher wirklich verdient.

Eure Ju

1 Kommentar:

  1. Vielen Dank für die schöne Rezension! Herzliche Grüße, Kristina Moninger

    AntwortenLöschen