Sonntag, 23. Juli 2017

{Storytime} Auflehnung der Maschienen




AUFGEPASST ALL IHR LEBEWESEN DA DRAUßEN, DIE WIE ICH ESSEN, TRINKEN UND URINIEREN: DIE MASCHINEN LEHNEN SICH GEGEN UNS AUF!!! D: 


Es war einmal ein kleines, naives Mädchen namens Judith. (Aus einem unerklärlichen Zufall trägt sie den gleichen Namen wie ich. :D)
Wie jeder andere Mensch wuchs sie heran, erfuhr die Privilegien eines süßen und niedlichen Kindes, um diese dann im Alter zu verlieren und lernte die guten wie auch schlechten Seiten des Lebens kennen. 
Ihre Kindheit aus Abscheu zu pink und Barbie-Puppen jedoch zählt der Vergangenheit an, darum lassen wir sie hinter uns. Viel wichtiger ist die Zeit ihrer Pubertät. Denn in ihrem zarten Alter von dreizehn Jahren, war das Voranschreiten der Technik gewiss. Leider musste die Jugendliche die Bosheit der Maschinen am eigenen, zarten Körper spüren. Hautnah und überaus unangenehm.
Es war ein warmer, von sommerlichen Sonnenstrahlen durchzogener Nachmittag. Die Vögel pfiffen ihre herzerweichenden Melodien und ein warmer Wind fuhr durch Bäume, Büsche und Blumen. Nichtsahnend lag Judith in ihrem unglaublich weichen Bett, ein Buch lesend. In einer anderen Welt gefangen erreichte sie die reale Welt nicht. Zwischen Zeilen und Sätzen gefangen. Gefesselt von literarischen Ausdrücken und einer Ewigkeit aus Worten.
Das menschliche Bedürfnis nach Essen zwischendurch riss sie schmerzvoll und mit einem Knurren aus diesem Sein von Buchstaben. Nach dem Stillen ihres Hungers erreichte sie der Gedanke, die Nachrichten auf ihrem Handy zu überprüfen. 
Als sie dieses nicht auf ihrem Schreibtisch finden konnte, startete sie ohne jegliche Hilfe von Außenstehenden eine große Suche, bei der sie ihr Haus auf den Kopf stellte. Matt und ohne Erfolg ließ sie sich auf ihr Bett fallen, froh darüber, dass sie nicht auf ihr Handy angewiesen war und noch immer ihre Bücher hatte.
Nach einem Schlaf, der von Ruhe und Traumlosigkeit durchzogen war, wachte die Jugendliche des Morgens auf. Die Verwirrung des Schlafes umgab sie wie eine Wolke aus Deodorant. Doch plötzlich traf sie die Erinnerung, dass sie ihr Handy am Tag zuvor nicht gefunden hatte, wie der Blitz. 
Obwohl sie persönlich noch nie von einem Blitz getroffen wurde diese Erkenntnis eher als einen Stein empfand, der sie aus der Wolke aus Schläfrigkeit befreite. Mit einem Klong traf er sie mit der Kraft der Redewendungen am Kopf. Erneut stellte Judith das Haus, in dem sie wohnte, auf den Kopf. 
Wie schon erwähnt, lag ihr ihr Handy nicht sonderlich am Herzen, weshalb sie dachte, es würde schon irgendwann auftauchen und  so setze sie sich an den Laptop. Ihre Unwissenheit bezüglich der Bosheit der Maschinen zeigte sich auch hier. Die Komplikationen während des Suchtens von Anime tat sie als kurzzeitiges Problem ab. Dass viel mehr dahinter steckte hätte sie nicht erträumt.
Ihre ersten Zweifel der Technik gegenüber taten erst an den Tag, als auch ihr geliebter Kindle ihr den Dienst verweigerte. Eine pure Katastrophe! Jetzt könnte die Jugendliche das Buch, das sie gerade erst begonnen hatte und welches sie förmlich aufsaugte, nicht fertiglesen. Es war für sie, als würde man ihr das Herz herausreißen. (Und wer die Behauptung wagt, das sei übertrieben, soll sich in eine Ecke stellen und über den Fehler nachdenken, den er begangen hat.) Die Vermutung, es läge an der mangelnden Energie in dem Gerät, wurde von der Tatsache, dass es auch nach vollkommenen Aufladen nicht funktionierte, wiederlegt. Alle Versuche den Kindle anzuschalten scheiterten. Gut, dass ihr Regal voll war mit ungelesenen Büchern.
Doch diese Geschehnisse weckten in Judith den Gedanken, dass die Eroberung der Menschheit von den Maschinen doch nicht so weit in der Zukunft liegt, wie bisher gedacht ...


(Dass Judith ihr Handy mit der Bettwäsche in den Wäschekorb geworfen hat, der YouTube-Kanal, auf dem sie Anime geschaut hat, gelöscht wurde und sie bloß über den Kindle-Bildschirm streichen hätte müssen, fand sie noch am selben Tag heraus ...)


Ich hoffe, dieser, mein erster Post von "Storytime", der auf einer wahren Geschichte basiert, konnte euch erheitern und vor der Bosheit der Maschinen warnen.

Ganz liebe Grüße,
Eure Ju

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